"From The Vile Catacombs" - Reviews

Bleeding4Metal.de 8,5/10

Bleeding4Metal.de 8,5/10

Irgendwie scheint das olle Ägypten, mit seinem ganzen Pharao- und Pyramiden-Gedöns, inkl. der dazugehörigen Mythologie, was zu haben, das Metal-Bands anspricht. Egal, ob sie, wie NILE, eine ganze Karriere drumrum bauen oder, wie im Falle IRON MAIDEN, mal eben ein Highlight in der Diskographie ("Powerslave") draus basteln. Na ja, was dem einen sein Odin, ist dem anderen sein Tutanchamun. Und aus der reichhaltigen Geschichte lässt sich ja auch textlich so einiges machen. Die Koblenzer RA'S DAWN haben sich dann passenderweise auch gleich mal namenstechnisch bedient.

 

"From The Vile Catacombs" ist nach langer Wartezeit (der Vorgänger stammt aus dem Jahre 2009) das neueste Lebenszeichen der Band. Und, um euch vorzuwarnen, leicht machen es RA'S DAWN dem Hörer nicht. Obwohl deutlich im klassischen Metal beheimatet, wird es dem Traditionsmetaller zu modern sein. Der Freund des Power Metals (und ich meine Power Metal, und nicht das, was Kirmesmusiker wie SABATON dafür halten) dagegen wird sich an den progressiven Parts stören. Und der Thrash-Afficionado, für den wird es nicht durchgängig genug brettern. Es fällt schwer, eine vergleichbare Band zu finden, um vorab wenigstens einen kleinen Hinweis zu geben, was den Hörer erwartet. Ganz bedingt fallen mir da nur ICED EARTH oder NEVERMORE ein. Aber, wie gesagt, nur sehr bedingt. Wer bereit ist, die berühmt-berüchtigten Scheuklappen in die Ecke zu werfen, den erwartet allerdings ein Album, das 'ne Menge Spaß macht, eben weil es so abwechslungsreich ist. Auch wenn sich RA'S DAWN textlich mit Ägypten befassen, findet sich mit 'Soraya's Eyes' (unterstützt durch eine Gast-Chanteuse) nur ein Track, der sich auch musikalisch am direktesten darauf bezieht. Die Musik betreffend ist "From The Vile Catacombs" mehr als kompetent in Szene gesetzt und vor allem die Vocals von Olaf Reimann sind ein echtes Pfund, mit dem die Band wuchern kann. Produziert wurde das Ganze u. a. mit Kristian Kohlmannslehner in den Kohlekeller Studios. Also auch in Sachen Klang alles im grünen Bereich.

 

Auch wenn es RA'S DAWN dem Hörer nicht unbedingt einfach machen, einen direkten und schnellen Zugang zu ihrem Material zu finden, lasst euch nicht abschrecken. Gebt den Jungs einfach 'ne Chance und ihr werdet nicht enttäuscht sein. Wer sich die Mühe macht, so ein komplexes Album zu schreiben, das trotzdem zu keinem Zeitpunkt überfordert, hat Aufmerksamkeit verdient.

 

Gesamtwertung: 8.5 Punkte

 

bleeding4metal.de

Totentanz-Magazin.de

Totentanz-Magazin.de

Da findet man nichts ahnend unaufgefordert eine ordentlich aufgemachte CD im Briefkasten mit einem persönlichen Anschreiben - eigentlich Ehrensache diese CD dann auch im Totentanz Magazin vorzustellen. Ra's Dawn ist eine Formation aus Koblenz, die schon seit Anfang des Jahrtausends besteht und schon diverse Veröffentlichungen vorzuweisen haben. Geboten wird Power Metal, der vom Sound her, aber auch vom spielerischen her einige Male an Iced Earth erinnert. Vor allem der dritte Song "Ghosts Of My Mind" startet nach einem Akustik Intro mit einem für Iced Earth typischen Halbballaden Riff und der Refrain setzt ebenso auf dramatische Töne. Allerdings, auch wenn Sänger Olaf seinen Job richtig gut macht, an einen Matt Barlow oder Ripper Owens (oder jetzt eben Stu Block) ist halt auch schwer ran zu kommen.

Der nachfolgende Track "Soraya's Eyes" beinhaltet dann auch die dem Bandnamen nach schon vermuteten orientalischen Einflüsse nebst Gastsängerin, wandelt sich aber im Verlauf der Spielzeit zu einem progressiv, vertrackteren Song. Und so sind die 8 Lieder der Scheibe irgendwo zwischen Ami-Powermetal mit leichten Thrash Einflüssen und progressivem Heavy Metal mit orientalischen Melodien einzuordnen. Das macht es für eine potentielle Zielgruppe nicht gerade einfach, wer sich aber in beiden Gernes zu Hause fühlt und nix gegen derartige Überschneidungen hat, der dürfte dieses gute Futter aus deutschen Landen zu schätzen wissen.

 

(Röbin)

www.totentanz-magazin.de/index.php/musik/4774-ra-s-dawn-from-the-vile-catacombs

metal-archives.com#2 85%

metal-archives.com#2 85%

Germany Strikes Again!

 

Ra’s Dawn are a German progressive metal band with lyrics about Egyptian Mythology. From the Vile Catacombs is their third album, released on Roll the Bones Records. This is an interesting note because the band are listed as unsigned but each of their albums has been released on a different label.

 

Ra’s Dawn may not be quite as immensely heavy as some of their peers but these guys still bring the heavy when it comes to the riffs. This is particularly evident on the aptly titled “Crusher” as well as the bombastic “Soraya’s Eyes,” both of which are fantastic tracks. The latter relies a bit too much on breakdowns but the funky bass lines and opening drum line offset the breakdowns with some serious creativity. The lead work and soloing are also outstanding on this album. It is also worth noting the lovely acoustic work that opens “Speak to the Dead” because it provides a great contrast to the heavy riffs. Bonus points for the Kind Diamond reference at the end of the song. That was very clever.

 

The vocals are pretty kickass and showcase nice range, ultimately landing somewhere between Sean Peck and Matt Barlow. Olaf’s voice is quite unique and a tad hard to describe but it possesses plenty of power and when the band slows things down, he smooths it out to accentuate the tempo of the music. Are there better vocalists out there? Sure. It is hard to imagine anyone but Olaf singing for Ra’s Dawn though because he has such a unique tambour that really adds depth to the band’s music.

 

The drumming is mostly there to keep time and propel the songs forward but it is well done. It is often fairly bombastic for the genre but every so often, Marco has a moment of great creativity which makes this album that much more interesting for the listener. Although the songwriting is very solid throughout the album, its true depth is showcased in the sincerely epic almost 10 minute closer “From the Vile Catacombs of Sahure.” The band should think about writing a few more long epics because this is the most complex and interesting song on this album as well as the album’s best song.

 

Much of this album does not sound particularly Egyptian which is a bit disappointing. There are hints of it scattered throughout the album, which actually works rather well because it adds another dimension to the album instead of being a focal point. The only time Ra’s Dawn goes full out Egyptian is on the closing track, where the acoustic work sounds like something Nile might have written. All in all, this is an awesome album that will delight fans of riff-driven progressive metal.

 

- originally written for The Metal Observer

 

www.metal-archives.com/reviews/Ra%27s_Dawn/From_the_Vile_Catacombs/629936/SlayerDeath666/247545

Deaf Forever #17 8/10

Deaf Forever #17 8/10

musikreviews.de 10/15

musikreviews.de 10/15

Für ihre dritte Scheibe haben sich RA'S DAWN acht Jahre Zeit gelassen - vermutlich zwangsläufig -, was im kurzlebigen Musikgeschäft eine lange Zeit ist, zumal dann, wenn man sich wie sie im Metal-Untergrund tummelt. Verlernt haben die Koblenzer indes nichts.

 

Die Gruppe deckt nach wie vor eine beachtliche Bandbreite im Power Metal ab, ausgehend vom melodisch treibenden 'Ghosts Of My Mind' über das thrashige 'Crusher' hinweg, das an die herberen Ausritte der frühen ICED EARTH gemahnt, bis zum zehnminütigen Finale 'From The Vile Catacombs Of Sahure', das eine Messerspitze 90er Prog feilbietet.

 

Gastsängerin Nemesis von EIGENSINN kleidet das fernöstlich anmutende, epische 'Soraya's Eyes' aus, in dem auch Frontmann Olaf brilliert,und überhaupt brauchen RA'S DAWN mitunter etwas länger wie auch in 'Speak To The Dead'. Das steht ihnen nicht schlecht, aber ein richtiger Hammer ist auch diesmal nicht dabei, und '(We Play) The Music Of The Devil' mit seinem gewollt humorvollen Text passt weder zum Ernst der Band noch generell ihrem gehobenen Qualitätsstandard, weil es sich vorwiegend um Midtempo-Gedümpel handelt.

 

Trotzdem: gehobene Klasse, dezent mit Keyboards unterfüttert und hart wie harmonisch. Beste Szene-Unterhaltung also.

 

FAZIT: Eine relativ vorhersehbare, aber sympathische Power-Metal-Angelegenheit beflissener Songwriter und Instrumentalisten, die absolut international konkurrenzfähig ist. [Album bei Amazon kaufen]

 

Andreas Schiffmann

 

musikreviews.de/reviews/2017/Ras-Dawn/From-The-Vile-Catacombs/

Earshot.at 6/7

Earshot.at 6/7

Ganze acht Jahre ließen sich die Koblenzer RA´S DAWN für ihren dritten Longplayer Zeit. Schön zu sehen ist jedoch, dass die Truppe zusammenhalten konnte und abgesehen vom abgegangenen Keyboarder das LineUp noch steht. Und so erwartet euch erneut ein gelungener Mix aus US-Heavy Metal, Thrash, Prog und ganz dezent eingewebten ägyptisch anmutenden Melodien.

 

Heavy, stampfend, oft groovig, aber auch mit filigranen Melodien versehen, beehren euch RA´S DAWN auch auf „From The Vile Catacombs“ einen Prog-Heavy Metal Querschnitt aus SYMPHONY X, NEVERMORE, ICED EARTH, RAGE und weiteren Genrevertretern. Doch schon am Vorgänger bewiesen die deutschen Musiker, dass sie durchaus auch Eigeninitiative ergreifen und sich maximal beeinflussen lassen, aber nie kopieren. Dazu sind die Kompositionen aber auch zu durchdacht und stark, als dass man hier von einem Rip-off sprechen könnte. Aber trotz der Komplexität, sind die Songs stets gut nachvollziehbar, oftmals auch eingängig bis hymnisch und bleiben stets kompakt, um auch den traditionellen US-Metal Fan selten zu sehr zu fordern. Diverse Leads, Soli und dezente Melodien lassen trotz des hohen Härtegrades dabei auch nie Langeweile aufkommen. Headbanger werden mit den flotten Parts sowie den thrashigen Rhythmen, die vor allem in „(We Play) The Music Of The Devil“ recht straight daher kommen, dafür mehr als genug Freude haben, natürlich ist auch hier die amerikanische Prägung herauszuhören. Dagegen steht aber der schwermütige und komplexe Quasi-Titeltrack, der das Album mit einer Spiellänge von zehn Minuten nicht ganz so leicht verdaulich, aber souverän abschließt.

 

Das Warten hat sich definitiv gelohnt, ob sie die Pause auf den noch nicht verdienten Bekanntheitsgrad ausgewirkt hat, ist zwar schwer zu sagen, doch man hört, dass sich RA´S DAWN die Zeit genommen haben, um ausgefeilte und abwechslungsreiche Kompositionen zu schreiben, die Fans der genannten Bands schnell begeistern sollten.

 

 

6 von 7 Punkten

 

 

Maxomer

 

earshot.at/php/content/reviews_ok.php

Power-Metal.de 9/10

Power-Metal.de 9/10

Einmal mehr rundum überzeugend!

 

Seit mehr als 15 Jahren steht der Name RA’S DAWN für druckvollen und zugleich eleganten, dabei absolut kitschfreien und nicht zuletzt deshalb in der Tat diesem Begriff auch gerecht werdenden Power Metal. Dieser wird auch auf dem inzwischen dritten Langeisen der Herrschaften aus Koblenz in entsprechend gediegener und gepflegter Version zelebriert und liefert genau das, worauf die Fans seit dem letzten Dreher "At The Gates Of Dawn" gewartet haben.

 

Man kann zwar durchaus die Meinung vertreten, dass RA’S DAWN per se nicht viel mehr getan hat als den eingeschlagenen Weg beizubehalten. Da die Scheibe allerdings einmal mehr die für die Band typische, ausgewogene und stimmige Kombination aus purer Kraft und Wucht auf der einen, sowie Anspruch und Komplexität auf der anderen Seite enthält, ist alles im Lot und das konsequente Weiterführen des bisherigen Stils als überaus lobenswerte Angelegenheit zu betrachten.

 

Das Klangbild mit einigermaßen verschachtelten, progressiven Elementen zu erweitern und den vor Kraft gleichsam überquellenden Heavy Metal damit gewissermaßen zu beschwichtigen war ebenso immer schon Bestandteil des Schaffens von RA’S DAWN wie auch – bei einem solchen Bandnamen ohnehin Pflicht - Themen aus der ägyptischen Mythologie.

 

Auffällig ist allerdings das vermehrte Einflechten von eher aus dem Thrash stammenden Riffs, durch die etwa 'Revenant Soul' in der Nähe von NEVERMORE anzusiedeln ist. Aber auch von den Texten her ein wenig aus dem Konsens fallende Power-Granaten gab es bislang noch nicht in dieser zwingenden Form zu vernehmen.

 

So hat etwa 'Crusher' etwas was von einer Kooperation von ICED EARTH und BRAINSTORM, während das in Zukunft durchaus als Bandhymne vorstellbare '(We Play) The Music Of The Devil' an eine abgefahrenere und heftigere Ausgabe der aktuellen Werke von ACCEPT erinnert. Speziell mit diesen beiden Tracks erweisen sich die Herrschaften obendrein auch als Lieferanten von zukünftigen Live-Abräumern sowie potentiellen Hit-Kandidaten.

 

Kurzum, "From The Vile Catacombs" weiß rundum zu überzeugen, macht jegliche Wartezeit vergessen und liefert einmal mehr den Beweis dafür, dass RA’S DAWN mit zum Feinsten der deutschen Metal-Szene gehört!

 

Note: 9.00

 

Redakteur: Walter Scheurer 03.04.2017

 

powermetal.de/review/review-Ras_Dawn/From_The_Vile_Catacombs,30133,30061.html

Pure-Metal.de

Pure-Metal.de

Die Koblenzer Metalband Ra's Dawn ist nach langer Zeit der Albumstille mit einem neuen und süchtig machenden dritten Album !"From The Vile Catacombs" zurück!

Fünfzehn Jahre nach Bandgründung schieben RA´S DAWN ihr drittes Langeisen aus den Katakomben. Abermals mit dem Duo Kohlmannslehner und Stahlenberg in den 'Kohlekeller Studios' aufgenommen, präsentieren sie ein wuchtiges, richtig drückendes Heavy Metal-Album, das die progressiven Ansätze der Vergangenheit in dieser zurücklässt. Denn ´From The Vile Catacombs´ ist aus einem echten germanischen Stahlwerk entstiegen.

 

Die herauskriechende Kreatur durchlebt dabei im Laufe dieses Drittwerkes in leichter Düsternis verschiedene Geschichten. Natürlich bringen die Ägyptologen erneut einige Erlebnisse aus dem Land der Pyramiden mit. Aus einigen entkommt ein wahres Monster, so dass regelrechte Power Metal-Geschosse wie ´Crusher` sowie ´(We Play) The Music Of The Devil´ eine krachende Sprengladung setzen. Dennoch verstreuen RA´S DAWN trotz allem Schmackes sowie salbungsvollen Keys über das Album hinweg einige wundervolle Hooklines, die jeden Hartgesottenen zergehen lassen. Als Vorzeigeschönheit entblättert sich ´Ghosts Of My Mind´, ICED EARTH ick hör dir trapsen, und obendrein der wunderbare pyramidenentpuzzelnde Abschlusstitel ´From The Vile Catacombs Of Sahure´. In Überlange ein echter Genuss. Hinzu gesellt sich zur Abwechslung im orientalischen Nachthimmel Sängerin Nemesis von den Süddeutschen EIGENSINN und trägt ´Soraya´s Eyes´ mit ihrem Gastgesang in den Himmel.

 

Wer kraftvollen Metal in der Schnittmenge von alten Symphony X und Iced Earth mit gelegentlichen orientalischen Einflüssen mag, darf eine weitere Band auf seine Liste setzen ---- diese hier Ra´s Dawn

 

https://www.pure-metal.de/index.php?topic=659.0

Stormbringer.at 5/5

Stormbringer.at 5/5

Der Raum Koblenz hat sich langsam aber sicher als einer der metallisch stärksten im deutschen Lande herauskristallisiert. Neben zahlreichen Konzertlocations (kaum ein Wochenende ohne Show) produziert die Stadt samt angrenzender Regionen regelmäßig qualitativ hochwertige Outputs. Namen wie METAL INQUISITOR oder DESASTER sind bereits etablierte Größen, zukünftig wird man wohl auch häufiger über Bands wie SECUTOR, ADDICT oder I.M.NAIL stolpern. Als der verantwortliche Redakteur vor vielen Jahren in besagtes Städchen zog, war sein erster Berührungspunkt mit der Szene allerdings eine Band Namens RA'S DAWN, welche damals gerade ihre Platte "At The Gates Of Dawn" herausgebracht hatten. Nach ein paar Shows in den Folgejahren wurde es allerdings still um den Fünfer. Um so mehr dann die freudige Überraschung, dass mit "From The Vile Catacombs" nun endlich ein Lebenszeichen der Truppe in den Regalen steht. Hat sich das Warten gelohnt? Lokalpatriotismus beiseite: Was RA'S DAWN auf diesem Album abliefert, ist einfach nur sensationell!

 

War "At The Gates Of Dawn" noch ein recht verkopftes Album, welches sich stets zügeln musste, nicht zu sehr nach NEVERMORE oder COMMUNIC zu klingen, so ist "From The Vile Catacombs", bei aller immernoch vorhandenen Progressivität, zu allererst ein Album das gewaltig in den Arsch tritt. Die Stücke zeigen sich allesamt kompakter, treffsicherer und begeistern trotz allerhöchstem technischem Niveau und schwindelerregender Frickeleien bereits beim ersten Durchlauf. Der Opener "Inside Out" zeigt direkt, wie man einen echten Kracher schreibt: Drückendes Riffing und punktgenaues, nuanciertes Drumming peitschen den Song vorran, während Sänger Olaf Reimann das Kommando übernimmt und den Song über eine spannende Bridge in einen absoluten Killer-Refrain leitet. Das Thema Refrains war auf der letzten Scheibe noch ein wenig nachlässig behandelt, hiervon kann auf dem aktuellen Rundling keine Rede mehr sein. Siehe zum Beispiel "Crusher", welches der vielleicht kompakteste, zielgerichtetste Song im Schaffen von RA'S DAWN sein dürfte. Aber trotzdem: Granate! Zurück zu "Inside Out", welches den Hörer im Mittelteil mit einem hinterhältigen Thrash-Break überrascht und einem den Nacken bricht. Geil! Apropos Thrash: "Revenant Soul" hätte die ohnehin schon fantastische "Evolution Of Chaos"-Platte von HEATHEN auf den endgültigen Klassiker-Thron hieven können, aber dafür veredelt er nun dieses gute Stück Stahl. Weiter im Text: "Ghosts Of My Mind" ist eine punktgenaue Hommage an Jon Schaffer zu "Dark Saga" Zeiten und mit "(We Play) The Music Of The Devil" zeigen die Jungs, wie man eine amtlich rockende Metal Hymne schreibt ohne in Klischees abdriften zu müssen. Ein bisschen RAGE mag hier durchklingen, aber es gibt durchaus schlechtere Referenzen.

 

"Soraya's Eyes" ist das erste von zwei Epen und erinnert am ehesten an "At The Gates Of Dawn". Nur mit dem Twist, dass wir hier eine Gastsängerin zu hören bekommen. Das Stück ist dann auch das progressivste auf dem Album und zitiert die namenstechnisch obligatorischen orientalischen Einflüsse, wobei das Drumming von Marco Freimuth hier und da mal an SEPULTURAsche Percussion erinnert. Passt aber hervorragend ins Gesamtbild. Der einzige Kritikpunkt ist das etwas unkreativ gesetzte Fade Out am Schluss, welches in einer eigentlich spannenden Sequenz einsetzt. Hier hätte man gerne bis zum Schluss weiterdenken können, um dem Song ein würdiges Finale zu setzen.

 

Das man hierzu durchaus in der Lage ist, zeigt das abschließende Mammutstück "From The Vile Catacombs Of Sahure", bei dem die Männer Songwriting auf Weltklasse-Niveau an den Tag legen. Das Werk atmet den Spirit der Großtaten von BLACK SABBATH, METALLICA, NEVERMORE, ein klein wenig DREAM THEATER und noch weniger, aber durchaus herauszuhören, HELLOWEEN. Selbstverständlich würde man RA'S DAWN nicht in die Melodic-Ecke schieben, das schafft auch die neu gewonnene Eingängigkeit nicht. Aber strukturell erinnert das Stück dann doch ein bisschen an die beiden Longtracks der "Keeper"-Album, und das ist als absolutes Kompliment gemeint. Hierzu zählt vor allem der effektive Einsatz des neuerlichen Killerrefrains, welcher einem die Entenpelle vom Arsch bis zum Nacken und wieder zurück laufen lässt. Song des Jahres? Here you are!

 

Fazit: In der Schnittmenge aus Power, Heavy und Thrash Metal wird es dieses Jahr auch von den Major Releases her nichts besseres geben, als "From The Vile Catacombs". Ehrlich gesagt hat es vielleicht seit fünf Jahren oder länger kein Album gegeben, bei dem Härte, Progressivität und Eingängigkeit so gut ausbalanciert sind wie hier. "Support The Underground" mag ein schöner Slogan sein, aber dieses Album hier spielt tatsächlich jeden Headliner brutal an die Wand. Somit soll RA'S DAWN der Erfolg hoffentlich auch gegönnt werden, der ihnen mit diesem Release zu einhundert Prozent zustehen sollte

 

 

 

Bewertung: 5.0 / 5.0

Autor: Christian Wilsberg (03.04.2017)

 

https://www.stormbringer.at/reviews/13770/ras-dawn-from-the-vile-catacombs.html

ffm-rock.de 8,5/10

ffm-rock.de 8,5/10

Holla die Waldfee, was passiert den hier gerade mit einer Band, die nach meinem letzten Kenntnisstand jahrelang auf Eis lag bzw. sogar zu Grabe getragen werden sollte? In Sachen RA’S DAWN muss ich bei mir schon tief im Archiv kramen, um mir die Band musikalisch real in Erinnerung rufen zu können, denn die letzte der bislang fünf Veröffentlichungen stammt aus 2009 und hörte auf den Namen „At The Gates Of Dawn“. Selten war ein Bandname passender als der von RA‘S DAWN zu ihrem neuen Studioalbum. „Ra bzw. Re“ bedeutet in der altägyptischen Mythologie so viel wie die „Sonne“ selbst und „dawn“ im englischen so viel wie „aufgehen“. Und ganz ehrlich für RA’S DAWN geht mit „From The Vile Catacombs“ die Sonne wieder auf und man verlässt nahezu mit allen acht darauf enthaltenen Stücken das Schattendasein der letzten Jahre. Man muss kein Proggy oder Ägyptologe sein, um sich mit dem Material des Quintetts schnell anzufreunden. Textlich befasst sich fast alles mit dem alten Ägypten und auch musikalisch spielt man gelegentlich orientalische Elemente ein („Soraya’s Eyes“), aber das ist eher als Ausnahme anzusehen. Vielmehr zünden bei mir die knallharten powermetallischen Riffs, die Gitarrensoli mit Hirn und Verstand, deren Ähnlichkeiten zu bekannteren Bands aus diesem Genre zwar nicht ganz zu leugnen sind, aber trotzdem was Eigenes darstellen. Allen voran muss ich da „Crusher“ und vor allem „Ghosts Of My Mind“ aufzählen, die BRAINSTORM und ICED EARTH nicht besser hinbekommen hätten können. Die Ägyptologen aus der Eifelstadt Koblenz scheuen sich aber auch nicht in Richtung des Thrash zu agieren und fahren fette Riffgewitter wie bei „Revenant Soul“ auf. „Speak To The Dead“, eher im klassischen US-Metal Bereich angesiedelt und etwas progressiv aufgepeppt fesselt mich jedoch deutlich mehr. Schön melodisch treibt dann direkt im Anschluss „(We Play) The Music Of The Devil“ durch die Boxen. Wie es für Prog Bands oft üblich ist fallen die Stücke teilweise etwas länger und vertrackter aus. So auch beim sehr abwechslungsreichen Titeltrack „From The Vile Catacombs Of Sahure“, der mit knapp 10 Minuten zu Buche schlägt. Aber keine Angst, die Jungs verlieren selbst hier nie den roten Faden aus den Augen.

Unterm Strich darf man trotz vieler Gemeinsamkeiten mit anderen Bands, auch über das eigene Genre hinaus, nicht von Grabräuberei reden, sondern muss RA’S DAWN zugestehen ihrer eigenen Historie einen wahren Schatz hinzugefügt zu haben.

 

Punkte: 8,5/10

 

www.ffm-rock.de/index.php/reviews-interviews/cd-reviews/29633-ra-s-dawn-from-the-vile-catacombs

RockHard #359 7,5 / 10

RockHard #359 7,5 / 10

rateyourmusic.com - 1. Platz

rateyourmusic.com - 1. Platz

Some very nice progressive metal with rather passionate vocals. It is a pretty fresh take on pretty melodic progressive metal as there is a good amount of prog power to be found. There are multiple songs with Thrash metal included and I love it. One song has lots of heavy metal to it and you will find heavy metal influence in spots on a number of other songs. Just an excellent and surprising album of the year for me!!

 

The female guest singer on the song Soraya's Eyes (second youtube link), is the lead singer from Eigensinn. I really like her on this song! =)

 

 

4.5 stars

 

https://www.youtube.com/watch?v=LyISI2YNuM4

https://www.youtube.com/watch?v=_6BSRn_CMhM

 

 

Quelle: rateyourmusic.com/list/Butterflyman/tops-of-2017/

metal-archives.com 81%

metal-archives.com 81%

From The Vile Catacombs isn’t just the coolest album name this side of Iced Earth’s Plagues Of Babylon (2014), it’s also Ra’s Dawn return, of sorts. Notwithstanding rather feeble debut Scales Of Judgement (2006) and admittedly far more stable sophomore effort At The Gates Of Dawn (2009), the German prog metallers, ever with a penchant for the lore of the ancient Egyptians, have taken their sweet time in creating album number three, and done so with nary a fuck to give as to what the critics may think. The album proves to an enjoyable listen as at eight tracks and just under 50 minutes it manages to fly by rather swiftly, an attest to its better qualities as I find myself wanting more.

 

The riff work borders on the thrash like, bearing heavy character and aggressive tastes, but at times manages to be fairly uninteresting. That’s not to say that that’s always the case however, since there are several moments where the rhythm guitar carries a significant punch, such as densely atmospheric ‘Speak To The Dead’ which offers some intense guitar tracks as well as a groovy drum line care of Marco Freimuth.

 

It does feel at times as if though Ra’s Dawn are making an attempt at hitting the mainstream, with power metal hinged choruses. The titular outburst in ‘We Play The Music Of The Devil’ just sounds remarkably identical to the titular track from Dream Evil’s The Book Of Heavy Metal (2004), which is obviously not where the similarities end, even though the former carries a deeper, darker tone set to some of the albums grooviest rhythm guitars. Still, the track manages on the whole to be fairly forgettable, which is a shame as it has the most memorable hook found on the album.

 

You’ll also find no twenty minute epic the likes of The Dawn Of Ra from the previous album, but the album is still closed with one of its greatest tracks in ten minute (it’s something) semi title track ‘From The Vile Catacombs Of Sahure’. Obviously the highlight of the album, it showcases the great songwriting the band is capable of, set with intricate duel guitar work with an Egyptian flair and the dark and mushy vocals of Olaf Reimann who borders on growls at times - I rather wish we’d heard more of this range during the length of the album.

 

While the surface may be hard to breach, Ra’s Dawn do deserve more attention than they receive, because even with the inconsistencies scattered throughout this album they show growth and maturity. They have the know-how, they have the technical chops and they have the songwriting skills to pull it off. Aggression is key, and so is technicality, as the album is thought through and made with obvious effort and done in a fashion that while sometimes stumbling still manages to draw you in.

 

Still, there’s always that little feeling of something missing. That little shimmer of light to crack the dark atmosphere or that acoustic piece that takes a break from the massive riffage. The intro to ‘Ghosts In My Mind’ (a highlight on the album, by the way) or aforementioned ‘Speak To The Dead’ are there sure, but how about more than half a minute? Take it for what it is however, and From The Vile Catacombs delivers a solid 50 minutes of massive riff built progressive metal that if it manages to make its way to peoples playlists is sure to bring Ra’s Dawn back from the brink of the catacombs of obscurity.

 

Standout tracks: Ghosts In My Mind, From The Vile Catacombs Of Sahure

 

 

Quelle: www.metal-archives.com/reviews/Ra%27s_Dawn/From_the_Vile_Catacombs/629936/Silicon_Messiah/368055

Time-For-Metal.eu 8,5 / 10

Time-For-Metal.eu 8,5 / 10

Grundsätzlich habe ich ja ein Faible für Bands, die auch mal für uns zunächst etwas fremdartig klingende Einflüsse in ihren Songs verarbeiten. Bestes Beispiel dafür wäre die Band Myrath aus Tunesien, aber auch Amon Sethis aus Frankreich können hier genannt werden. Wie der Name der Band Ra’s Dawn schon sagt, geht es hier ebenfalls in den Norden Afrikas. Ohne das Label Roll The Bones Records wäre diese Band allerdings auch weiterhin nicht auf meinem Radar gewesen, obwohl es sie schon seit dem Jahr 2001 gibt und die Männer aus Koblenz bereits zwei Demos und zwei Alben veröffentlicht haben. Wie auch die beiden oben genannten Bands haben sich Ra’s Dawn den progressiveren Klängen verschrieben, allerdings geht es hier auch sehr stark in Richtung Power Metal bzw. ansatzweise Heavy Metal. Können die Männer aus Rheinland-Pfalz damit punkten?

Gar nicht fremdartig klingt das, was da bei Songs wie Inside Out oder Crusher aus den Boxen schallt. Das ist schlicht und ergreifend feiner Power Metal, durchsetzt mit progressiven Schlenkern, am ehesten vielleicht vergleichbar mit frühen Werken von Symphony X. Bei Ghosts Of My Mind höre ich dann allerdings eher Iced Earth, insbesondere im Chorus kommt Olaf dann auch sehr nahe an Matt Barlow ran.

Wie es der Name schon ahnen lässt, bei Soraya’s Eyes ist dann mal etwas Mystik und orientalisches Flair angesagt, verführerischer Frauengesang, aber auch sehr feine und verfrickelte Gitarrenparts und sogar ein kleines Bass-Solo, inklusive.

Ab diesem Track nimmt dann auch der progressivere Part einen größeren Stellenwert ein, insbesondere Marek und John müssen ihre Finger jetzt wohl des Öfteren mal in etwas unnatürliche Positionen bringen und vollführen streckenweise eine wahre Riffakrobatik. Nichtsdestotrotz laden (We Play) The Music Of The Devil oder Revenant Soul zum Headbangen und Fäuste-in-die-Höhe-recken ein.

Auf den längsten Track des Albums, den fast zehn Minuten langen Titeltrack From The Vile Catacombs Of Sahure, läuft dann alles hinaus. Hier darf dann natürlich die Mystik nicht fehlen, orientalische Saiteninstrumente gibt es auf die Ohren und den dazu passenden Gesang von Olaf. Der Song strotz vor Rhythmus- und Tempowechseln. Sitze ich eben noch fleißig headbangend vor den Boxen, steht mir im nächsten Moment der Mund wegen der wieder mal grandiosen Gitarrenarbeit von Marek und John offen.

Herausheben kann man niemanden von der Band, Marek und John liefern sich Duelle um die besten Hooks und Riffs, Martin sorgt für das nötige Tiefton-Fundament und Marco lässt die Zügel bzw. die Drumsticks niemals schleifen. Genau im richtigen Verhältnis dazu kommt dann noch der kraftvolle Gesang von Olaf dazu. Ein bestens aufeinander eingespieltes Team eben, wobei ich da auch durchaus die Produktion mit einbeziehe, denn die Männer in den Kohlekeller Studios haben auch eine klasse Arbeit abgeliefert.

RA´S DAWN - FROM THE VILE CATACOMBSFazit: Um mal im Band-Portfolio von Roll The Bones Records zu bleiben, sind Ra’s Dawn wahrscheinlich genau wie Ignition eine Band, die man definitiv mal live erleben muss. Ignition habe ich jetzt zwei Mal auf der Bühne gesehen, Ra’s Dawn wird sicherlich auch noch klappen. Dann bin ich auch auf die älteren Werke gespannt, das Album hier hat auf jeden Fall den Appetit angeregt. Wer kraftvollen Metal in der Schnittmenge von alten Symphony X und Iced Earth mit gelegentlichen orientalischen Einflüssen mag, darf eine weitere Band auf seine Liste setzen und sich dieses Album gönnen. Anspieltipps: Crusher, Ghosts Of My Mind, Soraya’s Eyes und From The Vile Catacombs Of Sahure

 

HEIKE L.  8.5 / 10

 

time-for-metal.eu/ras-dawn-from-the-vile-catacombs/

Legacy #107 13/15

Legacy #107 13/15

Obliveon.de 9/10

Obliveon.de 9/10

Acht verdammte Jahre haben die Koblenzer Ägyptologen von RA`S DAWN ihre Fans auf neue Schätze aus dem Nildelta warten lassen. Doch die langen Ausgrabungen haben sich gelohnt und acht Schätze, sprich neue Songs, zu Tage gefördert.

´Inside Out´ ist der ideale Opener, der die Stärken des Quintetts unmittelbar auf den Punkt bringt: Virtuosität paart sich mit Heaviness, eine ideale Mischung aus Progressivität und Eingängigkeit, ein Hybrid aus Symphony X und Nevermore. Der zweite Song ´Crusher´ schlägt mit seinem coolen Refrain in die gleiche Kerbe. "Ghosts Of My Mind" erinnert mit seinem akustischen Intro/Outro und ob seines hymnenhaften Charakters ein wenig an Iced Earth. Das anschließende ´Soraya`s Eyes´ umgibt dann zum ersten Mal die RA`S DAWN-typische orientalische Aura, welche sich insbesondere in der famosen Gitarrenarbeit und dem weiblichen Gastgesang niederschlägt. Auch ´Speak To The Dead´ wird von halsbrecherischen Gitarrenduellen zwischen John und Marek bestimmt. Die Jungs haben es einfach drauf, genauso wie der Rest der Truppe. Insbesondere Frontmann Olaf gestaltet seine Gesangslinien heuer noch variabler als in der Vergangenheit. Mit ´(We Play) The Music Of The Devil´ hat man eine Bandhymne geschrieben, die künftig bei Konzerten der Renner sein dürfte. Richtig heftig geht es beim folgenden ´Revenant Soul´ zur Sache. Die garstigen Backing-Vocals im Refrain werden durch eine fast schon liebliche Bridge entschärft, die im Anschluss von einem fiesen Thrash-Riff niedergerissen wird - was für ein geiles Brett! Doch das Beste kommt bekanntlich zum Schluss und diesmal in Gestalt des fast zehnminütigen (Quasi-)Titeltracks ´From The Vile Catacombs (Of Sahure)´. Dieses Stück ist so etwas wie der Schrein progressiver Herrlichkeit, der alles beinhaltet, was Fans dieser Stilrichtung so lieben: Wahnwitzige Breaks, erhabene Vocallines, wunderschöne Melodien und einen Spannungsbogen, der einem den Atem raubt. Da die satte Produktion und das mystische Cover ebenfalls keinerlei Grund zum Meckern geben, kann "From The Vile Catacombs", nach der aktuellen Scheibe von Pain Of Salvation, offiziell zum zweiten Prog-Highlight des noch jungen Jahres erklärt werden.

 

9/10 - AF.

 

www.obliveon.de/pn-om/modules.php

streetclip.tv 8/10


streetclip.tv 8/10

2017 (Roll The Bones Records) - Stil: Heavy Metal

Fünfzehn Jahre nach Bandgründung schieben RA´S DAWN ihr drittes Langeisen aus den Katakomben. Abermals mit dem Duo Kohlmannslehner und Stahlenberg in den 'Kohlekeller Studios' aufgenommen, präsentieren sie ein wuchtiges, richtig drückendes Heavy Metal-Album, das die progressiven Ansätze der Vergangenheit in dieser zurücklässt. Denn ´From The Vile Catacombs´ ist aus einem echten germanischen Stahlwerk entstiegen.

Die herauskriechende Kreatur durchlebt dabei im Laufe dieses Drittwerkes in leichter Düsternis verschiedene Geschichten. Natürlich bringen die Ägyptologen erneut einige Erlebnisse aus dem Land der Pyramiden mit. Aus einigen entkommt ein wahres Monster, so dass regelrechte Power Metal-Geschosse wie ´Crusher` sowie ´(We Play) The Music Of The Devil´ eine krachende Sprengladung setzen. Dennoch verstreuen RA´S DAWN trotz allem Schmackes sowie salbungsvollen Keys über das Album hinweg einige wundervolle Hooklines, die jeden Hartgesottenen zergehen lassen. Als Vorzeigeschönheit entblättert sich ´Ghosts Of My Mind´, ICED EARTH ick hör dir trapsen, und obendrein der wunderbare pyramidenentpuzzelnde Abschlusstitel ´From The Vile Catacombs Of Sahure´. In Überlange ein echter Genuss. Hinzu gesellt sich zur Abwechslung im orientalischen Nachthimmel Sängerin Nemesis von den Süddeutschen EIGENSINN und trägt ´Soraya´s Eyes´ mit ihrem Gastgesang in den Himmel.

´From The Vile Catacombs´ sollte neben der Connection aus ICED EARTH und PRIMAL FEAR, einheimischen Anhänger von VANISH sowie Kultliebhabern von BIG HEAT bzw. STIGMATA Glücksgefühle bescheren.

(8 Punkte)

 

17.02.17
Von: Michael Haifl

 

www.streetclip.tv/magazine/details/reviews/article/ras-dawn-from-the-vile-catacombs/



"At The Gates Of Dawn" - Reviews

Live4Rock.de 8 Punkte

Live4Rock.de 8 Punkte

Ja,ja ich weiß die Scheibe ist schon lange draußen. Aber ich wollte es mir nicht nehmen lassen selbst die Kritik zu verfassen. Sorry Jungs das es so lang gedauert hat!Als ich die Scheibe einlege gibts erst mal ein etwas futuristisches Intro zu hören, das aber durchaus Sinn macht wenn man den Opener "Scorched Earth War" hört. Man wird direkt mal von treibenden Gitarrenfronten begrüßt die zeigen wohin die Reise geht. Treibender Power-Prog-Metal. Schon der Opener verfügt über einen ziemlich packenden Chorus. Alles in allem ein gelungener Einstieg. "Blinding Black" packt nochmal eins drauf. Eins kann man an diesem Punkt des Albums schon feststellen:Rein technisch gesehn lassen die Jungs nix anbrennen und brauchen sich nicht hinter großen Namen verstecken."Osiris" ist dann etwas epischer und tragend und lädt ein sich etwas intensiver mit dem Track auseinanderzusetzen, was man im übrigen sowieso mit dem ganzen Album muss."At the Gates of Dawn" offenbart sich dem Hörer nicht sofort,sondern wie man so schön sagt "wächst"Kurz gesagt, die Mischung stimmt. Der Iced Earth-lastige Banger "Violation" geht eine gelungene Partnerschaft mit dem Rest des Materials ein. Rein gefühlsmäßig überzeugt die Scheibe, aber ob diese Art von Mucke reicht um kommerziell zu überzeugen muss leider mehr als bezweifelt werden, was schade ist. RA´S DAWN haben definitiv mehr Aufmerksamkeit verdient zumal es auch an der Produktion der Scheibe absolut nix zu bemängeln gibt.

8 Punkte

Thorsten Steinebach

RockTimes.de

RockTimes.de

Die Koblenzer Formation Ra's Dawn konnte schon auf ihrem 2006er Debüt Scales Of Judgement mit hochwertigem Stahl punkten. Somit verwundert es wenig, dass auch der bereits im April erschienene Nachfolger "At The Gates Of Dawn" in keiner Weise enttäuscht, sondern abermals progressiven Power Metal der Extraklasse vorweisen kann. Die Mythologie des alten Ägypten wurde als omnipräsente Thematik beibehalten - Songtitel wie "Osiris" und "The Dawn Of Ra" weisen ebenso darauf hin wie das Coverartwork. Aber mal ehrlich: ein Bandname wie Ra's Dawn lässt ja nun auch nicht allzu viele Spielräume offen...

Was bleibt also zum neuen Langeisen zu sagen, nachdem die Rahmenbedingungen ähnlich gewesen sind wie beim Vorgänger? Festhalten muss man zu allererst, dass die Truppe in optischer Hinsicht eine deutlich bessere Figur macht als noch vor drei Jahren. Sah das Cover des Debüts noch recht billig aus, kann man heute schon von Professionalität sprechen.

Darüber hinaus ist die Truppe auch auf musikalischer Ebene reifer geworden: "At The Gates Of Dawn" lässt im Vergleich zum Vorgänger etwas ausgefeiltere Arrangements erkennen, wohingegen das instrumentale Können auf konstant hohem Niveau gehalten werden konnte. So begeistern auch 2009 sägende Metal-Riffs, melodiöse Soli und akzentuiertes Drumming den Hörer (auf "Scorched Earth War" werden diese Merkmale wunderbar vereint), hier und da durch Akustikgitarren ("Winterstorm"), Piano-Einsatz ("In Dark Ages") bzw. Keyboard-Sounds aufgelockert. Atmosphäre und klangliche Tiefe gibt es somit zuhauf, ab und an dringt man sogar in vergleichsweise düstere Gefilde vor ("Osiris").

Auch in gesanglicher Hinsicht begeistern die Rheinland-Pfälzer heuer mit mehr Ideenreichtum, da sie durch teilweise aggressivere Parts aus dem gewohnten Power Metal-Umfeld auszubrechen wagen ("Osiris", "Violation"). Passt aber jedes Mal bestens zum jeweiligen Song, so dass Puristen hier nichts 'Schlimmes' zu befürchten haben. Übrigens konnten Ra's Dawn in Sachen Chor-Arrangements ebenfalls zulegen und dem Sound hier und da zu angemessenem Bombast verhelfen.

Ihren Höhepunkt findet die kompositorische Klasse übrigens im über 20-minütigen Prog Metal-Brocken "The Dawn Of Ra", der als vielschichtiges Epos die Scheibe abschließt. Hier wird das gesamte Spektrum des Band-Sounds - von sanft-sphärischen Klängen bis hin zu treibendem Double-Bass-Geballer - abgedeckt. Dass das Stück bei einer solchen Spielzeit auch die ein oder andere kleine Länge hat, ist kaum zu vermeiden, unterm Strich liefern Ra's Dawn hier aber ihr kompositorisches Meisterstück ab. Man muss vor dieser jungen Band jedenfalls einfach den Hut ziehen, nachdem sie mit der kräftigen Zeile »I am the king of kings« einen fulminanten Abschluss gefunden hat.

"At The Gates Of Dawn" zeichnet sich insgesamt durch großartige Melodielinien, vielschichtige Songstrukturen und eine amtliche Produktion aus. Power Metal-Fans sowie Freunde von progressiven, bombastischen Klängen werden an diesem Werk sicherlich ihre Freude haben. Dass der Name Ra's Dawn für Qualität steht, hat der Fünfer hier jedenfalls einmal mehr beweisen können.

Earshot.at 6/7

Earshot.at 6/7

Ein echt schönes Stück Heavy Metal, das die Koblenzer RA’S DAWN mit ihrem zweiten Longplayer abliefern. „At The Gates Of Dawn“ ist nicht nur ein astreines Heavy Metal-Album der amerikanischen Prägung, sondern auch ein wunderbares progressives Scheibchen mit teils ägyptischen Spielereien, die sich aber sehr in Grenzen halten. Für die vorangegangene Veröffentlichung hagelte es schon massig positive Bewertungen, was mich bei dem Können der Band nicht verwundert, denn auch „At The Gates Of Dawn“ hat das Potential zum großen Wurf.

Der rifforientierte Heavy Metal der Truppe wird durch schöne Keyboard Untermalungen und starken Leads garniert. Raffinierte Songstrukturen sorgen dann noch für das gewisse (progressive) Etwas. Für Abwechslung und Dynamik ist auch bestens gesorgt. „Scorched Earthwar“ oder „Dark Ages“ sind die Reinkarnation des Heavy Metals und werden eben, durch genannte Elemente nochmals auf eine höhere Ebene gehievt, während „Winterstorm“ gemächlich und mystisch daher kommt. Die Gitarrenfraktion John und Marek leisten ganze Arbeit um das Album trotz der harten Riffs, genügend Gefühl und Abwechslung zu verabreichen. So wirkt „Osiris“ fast dramatisch und eindringlich, was durch die Keys nochmals unterstrichen wird. Der Übertrack „Twist Of Fate“ fokussiert alle Stärken der Band und kann durch einen verdammt starken Chorus, der nicht mehr aus meinem Kopf will punkten. Auch das stimmliche Abwechslungsspiel zwischen gefühl- und kraftvoll in der Strophe, von Sänger Olaf Freimann, der sich irgendwo zwischen Lars Larsen (MANTICORA) und ICED EARTH’s Mat Barlow bewegt, überzeugt vollends. In der Up-Tempo Walze „Violation“ klingt dieser stellenweise richtig angepisst und punktet in tiefen, wie auch in höheren Regionen, die zwar nicht in schwindlige Höhen wandern, aber dennoch eindrucksvoll präsentiert werden. Der 22-minütige Abschlussbrocken „The Dawn Of Ra“ lädt zu Anfang in das Reich der Pharaonen ein und beginnt erst, wenn manch andere Band schon die Instrumente wieder aus der Hand gelegt hat richtig mit deftigem Riff, dass ein schönes Akustikstück und getragenen Gesang ablöst. Der Song steigert sich immer mehr in Sachen Dramatik und Härte. Durchzogen von Soli, abwechslungsreichen Leads und Riffs, macht der Track die kompletten 22 Minuten Spaß und bleibt dennoch einigermaßen zugänglich.

RA’S DAWN haben somit alles richtig gemacht und ein exzellentes progressives Heavy Metal Album abgeliefert. Fans von US Metal oder rifforientierten Progressive-Alben sollten sich RA’S DAWN merken und in „At The Gates Of Dawn" ein Ohr investieren.

AncientSpirit.de 10,5/12

AncientSpirit.de 10,5/12

Ups, der Sound des neuesten RA’S DAWN Albums „At The Gates Of Dawn“ hier ist aber sehr, sehr modern! Aber dennoch strotz das neue Werk von RA’S DAWN voller Eingängigkeit, hoher Musikalität und Ideenreichtum. Da ich ja gemeinhin als Old School-Fan bekannt bin, stehe ich ja nicht so sehr auf getriggerte und moderne Produktionen, aber zu RA’S DAWN passt dieser futuristische Sound zugegebener Weise. Aber so richtig warm werde ich wohl nie damit. Musikalisch dagegen schaffen sie es hier spielend Fans von (theoretisch) IRON MAIDEN, ICED EARTH, DREAM THEATER & NEVERMORE anzusprechen. Zudem hat man mit Frontmann Olaf Reimann, einen der allerbesten nationalen Sängern in den Reihen. Bereits der Vorgänger „“ war schon ein schöner Hammer, der Nachfolger hier steht in keinster Weise nach. Einzelne Songs jetzt noch groß über den Klee zu loben, hieße ja Bier aufs Oktoberfest zu tragen. Es gibt von balladesken Stücken, über thrashige Songs bis hin zum düsteren Stampfer, eben alles was zeitgemäßen Heavy Metal ausmacht. Der abschließende 23-minütige Mammuttrack „The Dawn of Ra“ ist auf jeden Fall  super beeindruckend und steht stellvertretend für eine der kreativsten und unterschätzten Bands aus deutschen Landen. Für mich sind RA’S DAWN die beste Band aus Koblenz noch vor DESASTER & Co.

DarkScene.at 7,5/10

DarkScene.at 7,5/10

Die Koblenzer Power Metaller geben sich auf ihrer zweiten Langrille bodenständig und unangepasst wie eh und je. Traditioneller Power Metal ohne jeglicher Ansätze des Kitsches, symphonischen Geplänkels oder gängiger Warrior Klischees ist es, der "At The Gates Of Dawn" durchstreift und für die old school Fraktion so interessant macht. Ra’s Dawn ziehen ihr Programm durch. Satte Riffs, getragen ruhige Moment und druckvoller Sound bieten das perfekte Fundament für die nicht immer grandiose, aber dennoch absolut kraftvoll und charismatische Gesangsleistung von Olaf Reimann und dessen klassische Performance. Der Mix der Deutschen liegt perfekt zwischen typisch europäischer und amerikanischer Power Metal Schule mit dezenten Prog Einflüssen. Das Songwriting kommt durchwegs auf den berühmten Punkt und macht Songs wie das mit thrashigen Gitarren angereicherte "Scorched Earth War", ein höllisch saftiges "Blinding Black" oder das perfekt aufgebaute "In Dark Ages" zum gefundenen Fressen von Fans gottgleicher Bands wie Iced Earth oder Brainstorm. Zwischendirn erahnt man zwar immer wieder leichte Durchhänger, spätestens mit ihrer Neueinspielung des über 20-minütigen orientalisch angehauchten Epos "The Dawn Of Ra" versöhnen Ra’s Dawn jedoch für alle Kurzzeitschwächen und zeigen nachhaltig, dass sie bereit sind, auch international in die erste Power Metal Liga aufzusteigen.

Die Klasse oben erwähnter Giganten erreichen Ra’s Dawn zwar nicht und einige Momente von "At The Gates Of Dawn" klingen durchaus ausbaufähig, all jene jedoch die gern wieder mal klischeefreien Power Metal alter Schule hören wollen dürfen prompt reagieren, zumal auf diesem Rundling eine der besten Genre Songs seit langer Zeit zu entdecken sind.
Traditionalisten werden Ra’s Dawn lieben. Die Entwicklung der Koblenzer darf aber ruhig dennoch weiter gehen. Ein wenig Platz an die Spitze ist nämlich schon noch frei…

The Metal Observer.com 9,5/10

The Metal Observer.com 9,5/10

Lang mußte man als Fan warten, aber dieser Tage ist es endlich soweit und das zweite Album der Koblenzer Prog Metal Fraktion RA´S DAWN wird in die Läden gehievt. „At The Gates Of Dawn“ heißt der Silberling und er hält acht Songperlen (plus Intro) bereit, welche wieder viele Prog/Power Metal Freunde begeistern dürften.

 

Schon beim ersten Track „Scorched Earth War“ fällt aber zuerst mal der, im Vergleich zum Debütalbum, stark verbesserte Sound auf. Sänger Olaf Reimann wurde dieses mal perfekt in den Gesamtsound eingepasst, was direkt einen Kritikpunkt vom letzten Album vergessen macht. Außerdem ist der Opener bereits der erste Brecher. Progressiv, abwechslungsreich, aber trotzdem eingängig präsentieren sich RA´S DAWN in Bestform und lassen sogar den Vergleich mit SYMPHONY X zu. Das folgende „Blinding Black“ geht in eine ähnliche Richtung, ist aber etwas härter angelegt. Anschließend folgt das anfangs schleppende „Osiris“ welches zu meinen persönlichen Faves zählt. Hier hat man es in der ersten Hälfte ja fast mit einer Doom Metal Nummer zu tun. Sehr genial finde ich vor allem die Stimmung die das Stück transportiert. Dieser düstere Touch steht der Band gut und sorgt für Abwechslung. Mehr im klassichen Metal Bereich sind „In Dark Ages“ und „Violation“ angesiedelt, wenn es auch natürlich hier jede Menge Prog Elemente zu entdecken gibt. „In Dark Ages“ hat mit seinen Chören bzw. Gangshouts großes Potenzial, live ein Knaller zu werden und „Violation“ ist mal was für Speed Metal Fans. Mit „Winterstorm“ gibt es im Anschluß eine Halbballade zu hören, die etwas Zeit braucht um zu wachsen, sich aber ebenfalls in die Reihe der starken Songs einreiht. Hat irgendwie was von PSYCHOTIC WALTZ, wie ich finde. Kurz vor Schluß gibt es mit „Twist Of Fate“ eine weitere Glanztat, die sich bei mir zu einem echten Ohrwurm gemausert hat. Wieder jede Menge Abwechslung und eingängige Vocals. So mag ich Prog Metal. Ob es nun eine gute Idee war das über zwanzigminütige „The Dawn Of Ra“ ans Ende der Platte zu stellen, darüber lässt sich streiten. Aber über das musikalische Feuerwerk welches die Band hier am abbrennt gibt es kein vertun. Natürlich ist der Track ein Mammutwerk, welches viel Aufmerksamkeit erfordert, aber in meinen Ohren wird der Hörer dafür auch belohnt. Wie übrigens bei allen anderen Songs auch, gibt es hier viele spannende Passagen und musikalische Finessen zu entdecken, die sich einem aber nicht beim ersten Durchlauf erschließen.

 

„At The Gates Of Dawn“ verlangt etwas Zeit um zu wirken, tut dies dann aber mit aller Macht. Wer auf progessiven Power Metal abfährt, der zu jeder Zeit eingängig bleibt, muß hier mal reingehört haben. RA´S DAWN brauchen sich musikalisch hinter niemandem zu verstecken und können es in dieser Hinsicht sicher mit den „Großen“ des Geschäfts aufnehmen. „At The Gates Of Dawn“ enthält keine Ausfälle und ist für mich musikalisch und vom Songwritting her eine der Überraschungen des Jahres 2009.

 

Anspieltipps: alles.

Powermetal.de

Powermetal.de

Nach zwei Demos und einem kurzen Intermezzo bei Metal Heaven für das
Debütalbum sind die Krefelder Metaller von RA'S DAWN mit ihrem Zweitling
"At The Gates Of Dawn" nun bei g.o.d. Records gelandet, und es ist der
Band von Herzen zu wünschen, dass dies ihrer Popularität weiteren
Vorschub leistet. Denn das vorliegende Werk hat das Zeug dazu, RA'S DAWN
ein gutes Stück weiter zu bringen.

Nach einem kurzen spacigen Intro mit Ambient- und Klavierklängen legen
die Koblenzer nämlich mit 'Scorched Earth War' gleich richtig fett los.
Die wuchtigen Stakkato-Riffs, die sphärische Keyboard-Untermalung, die
Breaks und die anspruchsvolle Rhythmik, die jedoch nie verkopft oder
anstrengend wirkt, sowie der abermals tolle Gesang werden durch eine
sehr druckvolle Produktion angemessen in Szene gesetzt und sollten Fans
des progressiv angehauchten Power Metals rundum zufrieden stellen. Dabei
kommt kein Stück ohne eine sehr schön ausgearbeitete Lead- und
Soloarbeit aus, die allerdings immer songdienlich eingesetzt wird.

Beim programmatisch betitelten und natürlich zur Tradition der Band
passenden 'Osiris' kommen zum ersten Mal auf dieser Scheibe der lyrische
Ägypten-Bezug und die damit einhergehende, gelegentlich merklich
orientalisch angehauchte Melodieführung ausgiebig zum Tragen. Hier zeigt
Frontmann Olaf Reimann auch die ganze Vielseitigkeit seiner Stimme, die
von rauem, dramatischem Shouten bis hin zu sehr eindringlichen, klarer
und höher gesungenen Passagen alles abdeckt, was für eine variable
Interpretation im eingeschlagenen Genre erforderlich ist. Manche
Passagen tangieren sowohl stimmlich als auch in Sachen Riffing gar
Thrash-Bereiche, was insbesondere im letzten Teil des episch angelegten
Siebenminüters der Fall ist. Dazu liefert der balladeske Anfang von 'In
Dark Ages' zunächst einen schönen Kontrast, doch das Stück wächst sich
schnell in einen sehr dramatischen Song aus, der vor allem durch ein
wahres Gitarrenfeuerwerk und den explosiven Gesang besticht. Die
dezenten Keyboards sorgen dabei im Refrain für einen angenehmen Bombast,
welcher der gediegenen Härte des Albums keinerlei Abbruch tut.

Auch die weiteren Stücke präsentieren RA'S DAWN in denkbar guter Form,
ganz egal ob es das teilweise recht speedige und knallhart riffende
'Violation' ist oder das mit akustischen Gitarren, Klavier und sanftem
Gesang durchsetzte 'Winterstorm'. Eine wunderbar düstre Atmosphäre
zeichnet 'Twist Of Fate', das in Sachen Riffs durchaus auch sehr heftig
zur Sache geht, bevor die Band zum Abschluss beim zwanzig Minten
dauernden Epos 'The Dawn Of Ra' nochmals alle Register zieht und mit
einer bestechenden Dramaturgie zarte und einfühlsame Passagen mit sich
dramatisch steigernden Arrangements verbindet. Großartig und einer
Bandhymne wahrhaft würdig!

"At The Gates Of Dawn" ist eine durch und durch eindrucksvolle Scheibe
und sollte RA'S DAWN nicht nur auf nationaler Ebene in die erste Liga
der Prog/Power-Metaller und damit an die Seite von LANFEAR
katapultieren. Vielmehr ist zu hoffen, dass dem Sextett endlich auch die
internationale Aufmerksamkeit zu Teil wird, die es verdient hat. Denn
allzu oft wird ein solches Festmahl für die Freunde progressiver
Power-Metal-Klänge definitiv nicht serviert.

Anspieltipps: Osiris, Violation, The Dawn Of Ra

Metal Express Radio.com 9/10

Metal Express Radio.com 9/10

After some business problems where the band needed to secure a new deal (which should raise some brows as the last release Scales Of Judgement was a great Power Metal album), the guys from Koblenz, Germany, return with their third official studio recording, not counting the demo CD Solar Force (see review of Scales Of Judgement).

Now, without a doubt, At The Gates Of Dawn is the highlight of their career so far. The band did not change their musical direction in any way; they stiill play Progressive Power Metal, but everything is improved on their new album. The foremost improvement is that singer Olaf Reimann has become so much better, stronger, and more versatile -- very satisfactory. And as a trademark of Ra’s Dawn, he is very charismatic and shapes the sound of the Germans. But, the other musicians have also improved their skills so that they are not merely a "very good" Power Metal band anymore.  Definitely now a force to be reckoned with when the question will be raised about the best release of the genre in 2009, because they also improved their already "very good" songwriting skills, which were already very good on Scales Of Judgement to begin with.

After a good intro, the band starts with a fantastic "Scorched Earth War" that displays all traits one can ask for in a Power Metal song: good, playful guitar parts, moody but not overly dominant keyboards, and a memorable vocal melody. Some parts remind of Iced Earth, but this song would blast away anything from the last two albums of those Americans, and easily at that. Over the course of the whole album, Ra’s Dawn can maintain that quality level, but vary enough to make each song differ considerably from the one before (again, something which they do much better than Iced Earth, or Steel Prophet ... these days, two bands which share some similarities with Ra’s Dawn).

"Blinding Black" has more dominant keyboards, "Osiris" adds a good helping of Epic Metal and picks up the Egypt theme again. "In Dark Ages" is the second highlight of At The Gates Of Dawn, which is unusually heavy for the band, but creates a nice contrast to the emotional track before. And with the next song, the band even crosses the border to Thrash, something very unexpected for anyone who is familiar with the other releases of the band. "Winterstorm" sails in Fates Warning waters, and the melodic "Twist Of Fate" has a definite 80’s touch, which paves the way for the final piece of music, the over 22-minute long, epical "The Dawn Of Ra". This is what Power Metal fans love: a slow, atmospheric introduction with Oriental sounds, taking its time to lead into an acoustic prelude of ballad-like character. Out with the lighters! And then a great riff, but still slow and menacing; like an animal waiting to attack, highly strung, seconds away from jumping, finally releasing tension after almost seven minutes. A spoken part in the mid-section adds to the feeling ... before the treat continues. Of course, those who know the band already realized that this song is a re-recorded version of the track originally published on their first demo, Solar Force. But, the old version pales in comparison to this one, not only because of the greater technical possibilities, but also because Olaf Reimann is so much better now.

If you are in any way interested in Power Metal, you should put this album on your buy list. It may not get much better than this this year.

Bleeding for Metal.de 8,5/10

Bleeding for Metal.de 8,5/10

Koblenz ist nicht unbedingt, die erste Stadt, die dem Freund härterer Klänge in den Sinn kommt, wenn es um deutsche Genre-Vertreter geht. Neben METAL INQUISITOR, die sich eher Richtung Metal alter Schule orientieren, gibt es jedoch auch RA'S DAWN, die sich anschicken, diesen Zustand zu beenden und die Stadt an Rhein und Mosel ins metallische Bewußtsein zu rücken. Der Sechser vom Deutschen Eck hat sich entgegen den Kollegen jedoch eher klassischem Heavy Metal mit progressiveren Klängen verschrieben. Neben diversen Live-Auftritten und dem Erstling "Scales Of Judgement" haben die Jungs u.a. dem Eishockeyverein Krefeld Pinguine mit einer umgetexteten Version des Songs 'Flame Of War' ('Lebende Legenden') soagr die offizielle Vereinshymne beschert. Mit "At The Gates Of Dawn" ist nun im neunten Jahr der Bandgeschichte der zweite Longplayer erhältlich.

Und dabei schlagen die Koblenzer sich sehr ordentlich, soviel sei vorweggenommen. Der Bandname ist in einem gewissen Umfang durchaus Programm, leicht orientalisch angehauchte Klänge mischen sich immer mal wieder unter den ausgesprochen abwechslungsreichen Cocktail, den Sänger Olaf Reimann und seine Bandkollegen hier angerührt haben. Dennoch wird die Ägyptenthematik absolut nicht überstrapaziert - genaugenommen ist sie zumindest lyrisch passenderweise nur bei 'Osiris' und dem Herzstück des Albums, 'The Dawn Of Ra', vertreten, 'In Dark Ages' beispeilsweise ist von Edgar Allan Poes "King Pest" inspiriert. Nach einem kurzen Intro mit Sprechteil rockt 'Scorched Earth War' gleich sauber los und setzt mit überzeugender doppelter Gitarrenarbeit den Auftakt zu einer Stunde Heavy Metal, die sich gewaschen hat. Abwechslungsreichtum wird groß geschrieben und neben den treibenden Gitarren sowie der ausgesprochen variablen Leistung des Frontmannes sind insbesondere die vorbildlich eingesetzten Keyboards und Powermetal-Chöre hervorzuheben. Beides ist ohne weiteres präsent, ohne allerdings aufdringlich, kitschig oder aufgesetzt zu wirken, sondern vielmehr effektiv eingesetzt. Obwohl keiner der Songs nennenswert abfällt, ist der Dreh- und Angelpunkt von "At The Gates Of Dawn" natürlich der gut ein Drittel der Gesamtspielzeit ausmachende Schluss mit 'The Dawn Of Ra'. Bei diesem Remake des Fans bereits von der Demo "Solar Force" bekannten Songs werden alle beschriebenen Tugenden in einem Opus Magnus vereint. Trotz der mehr als ambitionierten Spielzeit des Tracks kommt dabei jedoch keine Langeweile auf, spätestens nach ein paar Durchläufen erschließt sich die Klasse dieses Songs. Die hochwertige Produktion aus den Kohlekeller Studios von Kristian "Kohle" Kohlmannslehner tut ihr übriges, die Anbeter des Sonnengottes ins rechte Licht zu rücken.

Der Zorn der Götter ist den Koblenzern mit diesem wirklich gelungenen Zweitling nicht gewiß, sondern ein Lob für den gelungenen Beleg, dass Koblenz einen festen Platz auf der metallischen Landkarte verdient hat. Ein starkes Album, mit dem RA'S DAWN mehr als nur auf dem richtigen Weg sind, für die Zukunft Gutes erahnen lassen und hoffentlich auch den verdienten Erfolg einfahren können - ein klarer Anspieltipp für alle, die mit abwechslungsreichem, modernem Heavy Metal ohne Anbiederungen an den Zeitgeist etwas anfangen können, wobei besonders 'The Dawn Of Ra' ans Herz gelegt sei.

Gesamtwertung: 8.5 Punkte

Burnyourears.de 7,5/10

Burnyourears.de 7,5/10

RA'S DAWN kommen aus Deutschland und veröffentlichen mit „At The Gates Of Dawn" nun ihr zweites Album. Dem vorangegangen sind das 2006er Debüt „Scales Of Judgement" und zwei Demos, und geboten wird harter, an Power Metal grenzender Progressive Metal, wie ihn etwa auch SYMPHONY X zocken.

RA'S DAWN gehen allerdings nicht so symphonisch zu Werke, sondern lassen sehr gerne die Gitarren und Drums losballern. Textlich orientieren sich die sechs Deutschen an der ägyptischen Mythologie, und auch in den Songs sind manchmal orientalische Versatzstücke zu hören.
Nach dem kurzen Intro „The Conjuration" nehmen RA'S DAWN mit „Scorched Earth War" bereits volle Fahrt auf und zeigen, dass sie ihr Handwerk gut verstehen. Der Sound ist ordentlich, die Musiker sowieso, und Sänger Olaf Reimann bringt eine leichte Matthew Barlow-Note ins Spiel. Die darauffolgenden Nummern, allesamt recht düster und kraftvoll, aber melodisch, verblassen jedoch etwas im Vergleich zu dem Monumental-Epos „The Dawn Of Ra", das erst nach stolzen 24 Minuten über die Ziellinie geht und wirklich alles bietet, was man sich von einer progressiven, aber nie zu komplexen Band wünscht. Nur der Spoken Words-Teil ist ein wenig irritierend, schmälert den Genuss dieses Stücks aber auch nicht.

Wäre der Titeltrack nicht ein solch tolles Epos, wäre das zweite RA'S DAWN-Album zwar ein sehr ordentliches Album geworden, man hätte aber etwas vermisst. So kann „At The Gates Of Dawn" aber jedem Progressive-Jünger, der es gerne etwas härter mag, empfohlen werden!

Tinnitus-Mag.de 8,5/10

Tinnitus-Mag.de 8,5/10

Wie bereits auf dem Vorgänger "Scales Of Judgement" gibt es von RA`S DAWN auch auf "At The Gates Of Dawn" wieder astreinen, progressiven Powermetal zu hören. Kompositorisch bleiben keine Wünsche offen und auch die spieltechnische Umsetzung ist den Koblenzern wieder bestens gelungen. Besonders die ebenso treibende wie filigrane Gitarrenarbeit kann ein ums andere mal echte Akzente setzen und ist nicht nur im nationalen Sektor absolut konkurrenzfähig.

Ebenso konkurrenzfähig ist dieses mal auch die wirklich knackige Produktion, welche besonders im Schlagzeugbereich mächtig (Ein)Druck schinden kann und das Material von RA`S DAWN einen kleinen "Tacken" moderner und teilweise auch härter erscheinen lässt. Das hart die Nackenwirbel schreddernde `Violation`, das teils balladeske - teils powermetallisch krachende Ìn Dark Ages` und das 22minütige (Altfans wahrscheinlich vom "Solar Force" Demo bekannte) `The Dawn Of Ra`, nenn ich hier jetzt mal stellvertretende für die durchgängige Klasse dieser Scheibe.

RA`S DAWN segeln jedenfalls hart am Wind und sollten mit "At The Gates Of Dawn" mächtig Fahrt aufnehmen. Leute die Powermetal mit Anspruch und Keyboards aber ohne viel Kitsch mögen, sollten hier dringend reinhören.

8,5 von 10 Punkten

Heavy 9/12

Heavy 9/12

Wer auf Progressive Metal mit Zug zum Tor steht, kann bei "At The Gates Of Dawn" nicht viel falsch machen. Sicherlich sind die überdeutlich zu
vernehmenden Keys nicht jedermanns Sache, aber zu Ra`s Dawn passt das Ganze gut und stört die Kompositionen nicht. Tracks wie "Scorched Earth War" oder"Blinding Black" zeigen bei aller spielerischen Finesse geanu den feinen Unterschied auf, der vielen ähnlich gearteten Gruppen leider abgeht: Der berühmte"rote Faden", der hier nie verloren wird, ist der Trumpf bei Ra`s Dawn.

Fronter Olaf Reimann, den man zwischen Rheinland & Westerwald schon seit den
frühen Achtzigern als absoluten Metalhead kennt, beherrscht mit seiner kräftigen und dennoch genügend Melodie beinhaltenden Stimme die Szenerie und bringt
die instrumentale Vielfalt gebündelt auf den Punkt. Ebenso wie etwa Lanfear sind Ra`s Dawn eine Band, die sowohl reinen Metallern als auch
Progressiv-Mäuschen gefallen dürfte. Respekt.

Arno Hofmann

Small Town Criminals.de

Small Town Criminals.de

Der Bandname deutet bereits darauf hin, dass RA'S DAWN in lyrischer Hinsicht gerne mit ägyptischer Mythologie arbeiten. Das könnte einen gerade aufgrund des eher ausgereizten Themas (Stichwort ICED EARTH) ein wenig verschrecken, allerdings sollte man sich als Progressive-Fan nicht davon abhalten lassen, in das Material des Zweitlings reinzuhören, denn sonst würde man einige gut gelungene Kompositionen verpassen.

Nach zwei Demos (2002 und 2004) veröffentlichte die aus sechs Musikern bestehende Band 2006 ihr Debüt „Scales Of Judgement“. Interessant finde ich, dass eine (wenn auch umarrangierte) Version des Tracks „Flame Of War“ der Eishockey-Mannschaft der Krefeld Pinguine seit der Spielzeit 2007/ 2008 als Vereinshymne dient. Das würde man bei einer doch eher komplex zu Werke gehenden Band wie RA'S DAWN nicht unbedingt erwarten. Aber ein schlechtes Zeichen ist das sicher nicht. Und neben dem Debüt gibt es ja nun mit „At The Gates Of Dawn“ auch ein zweites Album, mit dem RA'S DAWN neue Hörer für sich gewinnen können - es sei denn, diese stehen eben nicht auf düster angehauchten Progressive Metal mit Melodien, die sich jedoch erst nach ein paar Durchgängen offenbaren. Dem Bandnamen gemäß sind auch in der Musik orientalische Einflüsse zu erkennen (die Gitarre in „Osiris“ klingt typisch „ägyptisch“, auch der Titelsong enthält solche Zitate). Sänger Olaf Reimann macht seinen Job nicht überragend, aber gut, und erinnert stellenweise angenehm an Matthew Barlow. Neben einem Intro und sieben mehr oder weniger langen Tracks zwischen drei und acht Minuten gibt es zum Schluss mit dem Titeltrack noch ein knapp 23-minütiges Epos, bei dem RA'S DAWN sämtliche Register inkl. Introteil, sanften Akustikgitarren und melancholischem Gesang, DREAM THEATER-Reminiszenzen und mehr ziehen.

Die Deutschen haben mit „At The Gates Of Dawn“ ein interessantes und über weite Strecken spannendes Album geschaffen, das seinen krönenden Abschluss in dem Longtrack findet, gegen den einige der restlichen Kompositionen fast schon verblassen. So bleibt aber trotzdem ein gelungenes zweites Album einer deutschen Progressive-Band, denen man höchstens ein ausgelutschtes Textkonzept vorwerfen könnte. Aber eigentlich ist es ja die Musik, die zählt…

Rock It! 7,5/10

Rock It! 7,5/10

Vergleichbare Bands: Threshold, Evergrey, Pain Of Salvation, Ricochet

Wenn ich von diesem Album nur einen Track, nämlich das beinahe 23-minütige
Opus „The Dawn Of Ra“ bewerten müsste, bekäme es 10 Punkte. Da aber zuvor
noch ein Intro und acht weitere Songs erklingen, rutscht die Note ab. Gleich
nach dem Intro ertönt „Scorched Earth War“ mit einigen extrem harten
Herzkammerflimmern verursachenden Beats, die einige Teile des Songs zur Qual
werden lassen. „Blinding Black“ ist ebenso im Bereich, na ja, nicht so der
Bringer anzusiedeln. Anders als bei anderen Bands, die ihre Munition zuerst
verschießen, sparen sich die Koblenzer das und werden mit jedem Song besser.
Denn „Osiris“, welches mit morgenländischen Klängen garniert wird, ist schon
das erste Highlight von „At The Gates Of Dawn“. Weiter geht es dann mit dem
auf gleichem Niveau angelegten „In Dark Ages“.  Richtig auf die Fresse mit
Speedmetal-Elementen gibt es dann bei „Violation“, dem mit knapp vier
Minuten kürzesten Track des Album. Hier nervt allerdings, wie zeitweise bei
weiteren Songs auch, dass Frontmann Olaf Reimann versucht streckenweise böse
und düster zu singen, was nicht zu seiner Stimme passt. „Winterstorm“
beginnt recht getragen, steigert sich nach und nach und entwickelt sich zu
einem der besten Tracks des Album. Ebenfalls zu den Top Songs des Album
gehört „Twist Of Fate“ bei dem RA’S DAWN zeigen, dass sie es auch
ansprechend melodiös können. Als Abschluss dann bereits erwähntes „The Dawn
Of Ra“, in dem die Band alle Facetten des Progressive Metal perfekt einbaut
und ebenso perfekt umsetzt. Mit diesem Song hat sich die Band bereits jetzt
ein Denkmal für das Genre gesetzt.

Jürgen Will

Osnametal.de 4,5/5

Osnametal.de 4,5/5

Aufgepasst und hoch die Lauscher, hier kommt die neue Ra´s Dawn! Die Koblenzer Melodic Power Metaler mit dem Hang zum Progressiven präsentieren nun ihre dritte Full-Length Scheibe nach den beiden Releases „Unveiling The Grotesque“ (2004) und „Scales Of Judgement“ (2006). Das neue Album mit dem Namen „At The Gates Of Dawn“ hat es wirklich in sich.

Glasklar und dennoch richtig fett produziert kommt die musikalische Fraktion daher, die immer mal wieder aus dem typischen und überzeugenden Power Metal Konzept ausbricht und somit gute Abwechslung schafft. Die progressiven I-Tüpfelchen sind es aber, die mich bei dieser CD überzeugen. So kann es zum Beispiel passieren, dass gerade noch sanft angeschlagene melodische Gitarrenklänge ganz plötzlich gegen die bildliche Wand klatschen. Dabei können Ra´s Dawn beide Richtungen prägend darstellen. Ob nun hauchzarter Gesang, wie bei „In dark ages“ oder die Double-Base-Attacke bei „Violation“. So wird „At The Gates Of Dawn“ nie langweilig.
Alles in allem bleibt mir nichts anderes übrig, als für diese CD 4,5 von 5 Gitarren zu vergeben. Diese Veröfentlichung ist wirklich ein Highlite der bisherigen Veröffentlichungen.

FFM Rock

FFM Rock

RA’S DAWN ist eine der wenigen Bands, von denen ich wohl jede CD rezensieren durfte. Ich kann mich noch an die Zeiten erinnern, als die Band noch mit Kleinanzeigen beim ROCK HARD auf sich aufmerksam machen musste. Diese Zeiten dürften aber längst der Vergangenheit angehören, denn die Koblenzer Truppe hat sich beachtlich nach oben gearbeitet und nur sturköpfige Ignoranten dürften noch keine Notiz von ihnen genommen haben. Auch wenn ich die bisherigen Alben nicht ganz in chronologischer Reihenfolge bewertet habe, da ich zuerst „Unveiling The Grotesque“ und erst dann „Solar Force“ gehört habe, dachte ich, es würde nach „Scales Of Judgement“ keine Steigerung mehr geben können. Diese CD war echt der Hammer und rotiert nach wie vor des öfteren in meinem Player. Tja, wat soll ich mal wieder sagen? Weit gefehlt! RA’S DAWN haben erneut mit „At The Gates Of Dawn“ noch eins oben drauf gesetzt. Die neun Tracks wissen von Anfang an zu begeistern und lassen jeden Kopf nicken und jedes Bein zappeln. Die musikalische Sparte hat sich dabei nicht geändert, denn es wird weiterhin progressiver Power Metal zum Besten gegeben. Langweilig wird „At The Gates Of Dawn“ zu keiner Zeit, da das musikalische Niveau, das perfekte Songwriting und die unnachahmliche Stimme von Olaf Reimann jede Sekunde zu überzeugen wissen. Hervorheben möchte ich dennoch einige Songs, allen voran den Opener „The Conjuration“, da dieser jeden zielstrebig in die Laune versetzt, die man zu Hören diesen Werkes braucht. Der Song ist temporeich, melodiös und total eingängig. Ja, und dann wären da noch „Osiris“, der die Tradition der Band zur ägyptischen Mythologie aufrecht erhält und das absolut hervorragende „The Dawn Of Ra“, zu dem eine Gastsängerin namens Kathrin Fuchs miteingebunden wurde. Kenner wissen, dass es sich bei dem letztgenannten Track um den in fünf Parts geteilten Song vom allerersten Album „Solar Force“ in neu aufgenommener Form handelt und sich über knappe dreiundzwanzig Minuten erstreckt.
Insgesamt eine verdammt starke Power Metal Scheibe und ich bin mal gespannt, was uns in Zukunft noch von RA’S DAWN erwarten wird.

Metal.de 9/10

Metal.de 9/10

Hier stand ein Wahnsinnsaufhänger! Eine Supernummer, echt jetzt! Gut, sagen wir lieber, hier hing das Teil… was ne Wucht! Spitze! Hast dich weggeschmissen, ganz weit weg… wirklich! Und dann war’s kein Fischer-Dübel… einfach runtergekracht, der ganze Scheißaufhänger.
Tja, was sollen wir machen? Genau, kommen wir zur Platte; es hilft ja nichts, der Aufhänger ist wech und vom jammern kommt er auch nicht wieder.

Ganz besonders glücklich können wir uns aber trotz allem schätzen, denn das neue Album von RA’S DAWN entschädigt für alle flöten gegangene Aufhänger bestens.
Der Vorgänger “Scales Of Judgement“ deutete bereits an, dass der Sechser schon bald in den Olymp (deutscher) progressiv angehauchter Heavy-Metal-Bands aufsteigen würde und 2009 werden wir natürlich nicht enttäuscht. Was genau ist aus der Band geworden, die sich schon vor zwei Jahren nicht vor Kapellen wie FATES WARNING, ICED EARTH und STEEL PROPHET zu verstecken brauchte?
Fronter Olaf Reimann ist (einmal mehr) Garant für eine höchst ausdrucksstarke Interpretation, tritt dieses Mal noch souveräner auf und sorgt mit seiner gleichsam charismatischen wie auch variablen Stimme für Freudentränen. Der Mann zeichnet schon ganz alleine für hohen Wiedererkennungswert verantwortlich, doch natürlich ist eine gute Stimme nicht alles, was uns die Koblenzer bieten. Die Riffs sind von ebenso durchschlagender Wirkung, erhöhen auf erfreulichste Art die Nachhaltigkeit und braten zum Bleistift auf “Blinding Black“ oder “Osiris“ sogar in recht gemeiner Thrash-Härte. Doch auch die Power-Metal-Chöre kommen genauso wenig zu kurz wie überlegte Arrangements und ein völlig unaufdringliches Keyboard, das die richtigen Akzente zu setzen weiß.
Überhaupt sind es die Refrains, die sich mehr als wohltuend von denen ähnlich gelagerter Bands abheben ohne dabei die Eingängigkeit vermissen zu lassen. Das textliche Konzept hat sich heuer etwas geändert und dreht sich nicht mehr größtenteils um das gute alte Ägypten.

Der abschließende epische Titel “The Dawn Of Ra“ erscheint mit über zweiundzwanzig Minuten zunächst etwas überambitioniert und sperrig; obwohl man ihn im Gegensatz zum eigenproduzierten Demo “Solar Force“, auf dem er 2002 bereits erschien, noch etwas gestrafft hat. Zudem beschleicht einen zu Beginn das Gefühl, die Jungs hätten gerade im Hinblick auf die Vocal-Melodien öfter mal Jeff Waynes “War Of The Worlds“ gehört. Nach mehrmaligem Genuss erschließt sich aber auch dieses kleine Opus und wer Wayne kennt, weiß, dass er nur bestes Material geboten bekommt. Treten die Herren wie bei “Violation“ nur noch ein paar Mal heftiger aufs Gaspedal, rocken sie bald besagten Olymp im Alleingang.

RA’S DAWN haben mit dieser Leistung einfach gewaltige Aufmerksamkeit verdient!


Punkte: 9/10
(Audaron / 23.04.2009)

MetalInside.de

MetalInside.de

In regelmäßigen Abständen berichteten wir Euch bereits von den jeweils neuen Werken der Koblenzer RA´S DAWN. Nun ist es mal wieder so weit, das neue Album „At The Gates Of Slumber“ erblickt das Licht der Welt. Das gute Stück startet mit dem Intro „The Conjuration“ noch leise und mit zarten Keyboardklängen, bevor „Scorched Earth War“ die rotzig, aggressiven Gitarren und eine donnernde Bass-Drum-Fraktion hinzufügt. Die Stimme von Sänger Olaf Reimann bewegt sich dabei einmal mehr auf angenehmem Niveau und kommt dennoch abwechslungsreich und stark rüber. Ein guter Start. Ein Stückchen härter ist der nächste Song „Blinding Black“. Ohne großen Firlefanz, aber gewohnt abwechslungsreich gibt es richtig was auf die Zwölf. Da werden die grandiosen Gitarrensoli eingerahmt mit hämmernden Beats und der Refrain verleitet gerade nur so zum Mitgrölen. Wie auch auf dem Vorgängeralbum gibt es mit “Osiris“ einen Track mit orientalischen Touch, was keinesfalls nachteilig ist. Der Song ist eine ideale Mischung aus Exotik, progressiven Elementen und einem Schuss Power Metal. Das dies auch mit klassischen Tönen möglich ist, zeigt „In Dark Ages“. Ein Ohrwurm par excellence. Wer es ruhiger mag, wird mit „Winterstorm“ gut bedient. Und wer sagt, dass Songs mit einer Länge von über 20 Minuten nervtötend und langweilig sind, der wird mit „The Dawn Of Ra“ eines besseren belehrt! Ra´s Dawn haben es geschafft, ihren eigenen Stil umzusetzen und weiter kontinuierlich zu verbessern. Ein starkes Album. (tennessee)

Rock Hard 8/10

Rock Hard 8/10

Das zweite Album dieser Koblenzer Power-Metal-Formation überzeugt durch spektakuläre Gitarrenarbeit und rauen, variablen Gesang, der auf das Angenehmste an Iced Earths Matt Barlow erinnert. Mit leichter Hand gießt die Band europäische und amerikanische Einflüsse in eine Kollektion eingängiger, anspruchsvoller Songs, an der nur zwei Dinge stören. Zunächst will das Geshoute in Songs wie ´Bleeding Black´ oder ´Dark Ages´ so gar nicht zum geschmackvollen Rest passen. Und der an Höhepunkten arme Zwanzigminüter ´The Dawn Of Ra´ ist hingegen schlicht überambitioniert, zumal sich RA´S DAWN hier mit dickem Pathos und ägyptoidem Mythologie-Geschwurbel in gefährliche Nähe zu einer gewissen Band begeben, die eben dieses Konzept jüngst zu Tode geritten hat. Davon sollte sich aber niemand abhalten lassen, denn „At The Gates Of Dawn“ ist starker, klischeefreier Power Metal für Erwachsene.

Tobias Blum

Stormbringer.at 4/5

Stormbringer.at 4/5

Es war im August 2006 als RA’S DAWN mit ihrem Debütalbum “Scales of Judgement” ein absolut überzeugendes Werk ablieferten. Knapp 30 Monate später steht mit „At The Gates of Dawn“ ein mehr als würdiger Nachfolger parat. Dabei hat sich jetzt gar nicht so großartiges geändert bei den Koblenzern – RA’S DAWN paaren auch auf ihrem neuen Langeisen Power Metal mit dezenten Progressiveinschüben und über all dem thront die Wahnsinnsstimme von Olaf Reimann, dem wohl einzigen Metal Shouter on Earth, der Matt Barlow die Stirn bieten kann! Was wiederum ergibt, dass auch die sieben neuen Tracks, plus der Neueinspielung von „The Dawn of Ra“ meterdick im ICED EARTH Sumpf herumwandern. Jetzt von einem Plagiat zu sprechen wäre allerdings blanker Hohn; RA’S DAWN sind zudem noch progressiv, episch und wissen auch eine ordentliche Metalkeule zu schwingen und am wichtigsten, sie stecken jeden ICED EARTH Release seit der „Horror Show“ CD (2001) locker in die Tasche!

Auffallend auch, dass außer bei „Osiris“ und dem Abschlussepos „The Dawn of Ra“ fast vollständig auf ägyptische Themen verzichtet wurde. Highlights haben sich – wie auf dem Vorgänger –aber trotzdem wieder genügend eingeschlichen: „Blinding Black“ zum Beispiel, ein satter manchmal leicht verspielter Dampfhammer, das mystische „Osiris“, oder das balladesk beginnende, dann zu einem wahren Powermonster emporsteigende „In Dark Ages“.

Und als krönenden Abschluss sozusagen der Mammuttrack, das opulente Epos zum Ende hin, „The Dawn of Ra“, den die Band bereits auf ihrem 2002er Demo „Solar Force“ veröffentlichte und der völlig verdient den Weg auf „At The Gates of Dawn“ fand. Auch sieben Jahre nach Erst erscheinen hat dieses fast 23 Minuten dauernde, in fünf Teile gegliederte Kleinod nichts an seiner Berechtigung verloren. Verträumter Beginn, orientalische Einflüsse, gediegene Härte umgarnt eine DREAM THEATER Verspieltheit, der Spoken Word Teil (Sonnengott RA persönlich!) ist schaudernd und erinnert von der stimmlichen Umsetzung her an „Bridge of Death“ (MANOWAR), sonst hat der Song aber nichts mit der erwähnten Kasperltruppe gemein, „The Dawn of Ra“ fasziniert über Komplettdistanz und ist sicher einer der besten traditionellen Metalsongs dieses Jahres.

Fazit: „At The Gates Of Dawn” kann das hohe Niveau seines Vorgängers locker halten, die ein oder andere Schwäche (gerade im Bereich der Keyboards) darf man bei einer derart überzeugenden Gesamtleistung schon mal unter den Tisch kehren. Tolles Album einer Band die endlich mal eine Spur aus dem Underground Loch herauslugen könnte, verdient hätten es die Koblenzer ohne Zweifel!

 

Wertung: 4.0 von 5.0
Autor: reini (19. April 2009)

Metalglory.de 8/10

Metalglory.de 8/10

Die Koblenzer Ra’s Dawn haben ein eines neuen Album am Start, durch das sie ihrem gelungenen Debüt Album durchaus noch eine Schippe drauf packen können. Eigentlich haben sie sich in allen Belangen gesteigert. Sie schwächeln gegenüber dem Vorgänger in keiner einzigen Komponente. Das Resultat ist ein sehr gutes Power Metal Album mit progressivem Einschlag, das ich allerwärmstens empfehlen kann. Der Formation gelingt weitestgehend die schmale Gratwanderung zwischen Anspruch und Eingängigkeit. Selbst das abschließende Zweiundzwanzig-Minuten-Epos „The Dawn Of Ra“ langweilt nicht und ist meines Erachtens beispielsweise Blind Guardians „Fly“ locker über.

Ra’s Dawn spielen ihren Heavy Metal gewaltig, progressiv und eingängig. Manchmal erinnern sie mich (nicht wegen des Namens!) an Pharaoh, die derzeit in aller Munde sind. Allerdings spielen sie etwas unschuldiger und epischer. Sänger Olaf Reimann präsentiert sich zudem enorm verbessert. Hier habe ich absolut nichts mehr zu meckern. Für meinen Geschmack wird das Keyboard ein wenig zu oft eingesetzt. Dies passiert jedoch zumeist sehr songdienlich und nervt daher nicht wirklich. Anfangs ist das Album ein wenig schwach auf der Brust. Doch spätestens mit dem orientalisch anmutenden Stampfer „Osiris“ wird Fahrt aufgenommen. Das thrashige „Violation“ mag mir nicht so munden. Dafür überzeugen das recht ruhige „Winterstorm“ und das in den Achtzigern wurzelnde „Twist Of Fate“ vollends. Und als man schon denkt, ein gutes Album gehe so langsam zu Ende, hauen die Koblenzer das bereits erwähnte „The Dawn Of Ra“ heraus, das über zweiundzwanzig Minuten lang beste Metal Unterhaltung bietet. Prächtige Melodien und exzellentes Songwriting sorgen dafür, dass diese Nummer trotz ihrer Länge ins Ohr geht, zu jeder Zeit nachvollziehbar bleibt und den Hörer mit dem Wunsch nach „mehr“ zurück lässt.

Starkes Album vom Deutschen Eck. Respekt!

musikreviews.de 12/15

musikreviews.de 12/15

Schade, dass es für die Band aus Koblenz trotz des prächtigen Vorgängers "Scales Of Judgement" noch nicht annähernd zur verdienten Anerkennung gereicht hat. Stattdessen haben die negativen Unergründbarkeiten des Geschäfts auch RA´S DAWN ergriffen und dazu geführt, dass man übermäßig lange auf das neue, schon seit einigen Monaten fertiggestellte Album warten musste, da die Band zwischenzeitlich wieder ohne Deal dastand. Zum Glück hat sich der Sechser davon nicht beirren lassen, auch wenn wie bei den frühen Aufnahmen der Band also wieder eine Menge Eigeninitiative gefragt war, bis man für die Veröffentlichung von "At The Gates Of Dawn" jetzt endlich einen geschäftlichen Partner gefunden hat.

Durch die business-technischen Unsicherheiten im Umfeld hat sich an der musikalischen Zielrichtung, mit der man zuletzt schon begeistern konnte, zum Glück nichts geändert. Im Detail - wenn man etwa eine Nummer wie das fast thrashige "Violation" betrachtet - haben die musikalischen Ägyptologen auch durch den wuchtig-modernen Sound, der mächtig aus den Boxen drückt, etwas an Härte zugelegt; selbst einige düster grohlende Gesangspassagen sind zu vernehmen, etwa beim teilweise heftig walzenden "Blinding Black". Insgesamt ist es aber die Vielseitigkeit und das abwechslungsreiche Songwriting, das die Band erneut auszeichnet. Ihr auch von Keyboards getragener Power Metal erinnert bei Nummern wie "In Dark Ages" oder "Twist Of Fate" wie gehabt deutlich an ICED EARTH - nicht zuletzt natürlich auch wieder durch den kräftigen Gesang von Olaf Reimann, neben der bestechenden, doppelläufigen Gitarrenarbeit eines der markantesten Merkmale von RA´S DAWN.
Auch wenn es am hymnischen Momenten nicht mangelt, offenbart die Band ihre größte Stärke aber, wenn sie ihren zumeist komplexen bis progressiven Songstrukturen, bei denen auch die Bewunderung der Band für SYMPHONY X wiederholt zum Ausdruck kommt, wieder mit orientalischer Atmosphäre bereichert. So kommt bei "Osiris" der auch durch den Bandnamen ausgedrückte mystische Aspekt erstmals stärker zum Tragen. Den diesbezüglichen Höhepunkt stellt aber "The Dawn Of Ra" dar, der bisher wohl ambitionierteste Song der Band. Bei der monumentalen, in fünf Parts geteilten Abschlussnummer über den ägyptischen Sonnengott zieht die Band über 22 Minuten lang von gefühl- bis druckvoll nochmal alle Prog-Metal-Register.

FAZIT: Auch wenn der Vorgänger durch die bei etlichen Durchläufen mittlerweile erlangte Tiefenwirkung noch etwas die Nase vorne hat, halten RA´S DAWN mit ihrem zweiten flächendeckenden Longplayer das Niveau und bieten erneut modernen, anspruchsvoll gespielten Power Metal, mit dem man sich nicht nur in Deutschland in der obersten Liga behaupten kann.

Lars Schuckar (Info)

Behind The Veil 8,5/10

Behind The Veil 8,5/10

Here is a power/progressive metal band that I am more than sure people like me, who don’t appreciate this kind of music that much, will definitely like! Actually, I had listened to RA’S DAWN's music before, so I knew what this band is able to do right from their second album entitled “Scales of Judgement. So, “At the Gates of Dawn” wasn't a surprise for me, but more of a proof that the band walks on the right musical path. You see, they have the ability to make complicated musical themes sound simple and quite addictive.

They think like metal fans and try to create songs that will be enjoyable for the listener and not just show off their musical skills (like for example DREAM THEATER do). One other thing that I liked about this album is that the band has toughened its sound more and added thrash edged riffs and sounds to their music (just listen to the song “Blinding Black").

The best and most ambitious composition of the band is the last track entitled “The Dawn of Ra” which is a song that has almost 23 minutes of duration, but it is full of epic and lyrical moments that you will enjoy listening to…

An album that deserves your attention and proves that RA’S DAWN deserve a better fate than just be a quality underground metal band…

Nick  "Verkaim"  Parastatidis

Vampster.com

Vampster.com

Neues Label, neues Glück. Nachdem der Vorgänger "Scales OF Judgement" noch bei Metal Heaven veröffentlicht wurde geht das neue Album "At The Gates Of Dawn" über g.o.d. Records / Twilight in die Regale.

Für das letzte Album fand der Kollege Westheide ja schon überwiegend warme Worte und vieles was er sagte, trifft auch auf das neue Werk der Koblenzer zu. Mit ihrem dezent progressiven Power Metal überzeugen RA´S DAWN auch auf ihrer zweiten Labelscheibe. Einige der Songs beschäftigen sich natürlich erneut mit der ägyptischen Mythologie, so zum Beispiel "Osiris" bei dem die Band auch auf orientalische Melodien zurückgreift oder der über zwanzig Minuten lange Abschlusstrack "The Dawn Of Ra" bei dem die Band echt mal alle Register zieht, ruhig beginnt, dann an Härte zulegt, ein orientalisch anmutender Break, später Sprechgesang und ein weit entfernt klingendes Gitarrensolo.

Ein weiteres Highlight ist das verhältnismäßig harte "In Dark Ages" bei dem Sänger Olaf Reimann immer wieder nach Mat Barlow klingt. Auch ansonsten kann der Mann durchweg überzeugen, lediglich die hier und da eingesetzten Gangshouts klingen noch etwas hüftsteiff. Ebenfalls stark ist "Twist Of Fate" während man bei "Violation" das Gefühl hat, dass Band und Sänger die harten Sachen nicht so sehr liegen und man sich eher in den melodischeren Gefilden wohl fühlt.

Als Kritikpunkt sei mal erwähnt, dass die Keyboardpassagen hier und da ein wenig uninspiriert klingen, was aber auf keinen Fall für die gesamte Scheibe sondern eben nur an vereinzelten Stellen gilt. Ansonsten gilt auch für "At The Gates Of Dawn", dass nicht jeder Song zu hundert Prozent zu überzeugen weiß.

Allerdings befinden sich die starken Momente klar in der Überzahl, so dass ich das dritte Album aus dem Hause RA´S DAWN jedem Fan progressiven Metals, aber auch jedem Anhänger normaler, traditioneller Klänge ans Herz legen möchte. Die Jungs haben euren Support definitiv verdient und wenn die Band weiter an Ihrem Songwriting feilt, steht uns mit dem nächsten Album vielleicht schon ein echter Kracher ins Haus.

MyRevelations.de 12/15

MyRevelations.de 12/15

Das zweite Studioalbum der Koblenzer Ägyptologen Ra's Dawn mit dem bedeutungsschwangeren Titel "At The Gates Of Dawn" setzt die Tradition des Debütalbums "Scales Of Judgement" fort, auch was das schicke Artwork betrifft. Insgesamt haben die Sechs aber eine Zacken Härte zugelegt, was größtenteils zur Lasten der progressiven Ausrichtung fällt und Freunde metallischer Klänge in Verzückung versetzen wird. Die Vorbilder Iced Earth und Symphony X verbinden sich mit europäischem Power Metal.

Dabei haben Ra's Dawn mit dem Sound von Christian Kohlmannslehner (Sieges Even, Crematory) einen Volltreffer gelandet. Satt, knackig und gar nicht retro ist ein Attribut, was gut zu der Band passt und den Stil aktuell klingen lässt. Textlich gehen die Musiker aktuelle Themen an, ohne zu schulmeistern, reiten also nicht nur auf der Ägyptenwelle. Wenn man es genau nimmt beschäftigt sich neben "Osiris" nur der letzte Song "The Dawn Of Ra" wirklich mit Ägypten. Fans der Band kennen dieses progressive Mammutstück in seiner Rohfassung vom ersten, ausverkauften Demo der Band. Hier werden auch die Einflüsse in Sachen alte Dream Theater positiv deutlich. Im krassen Gegensatz dazu stehen kompakte Nackenbrecker wie "Violation" oder "In Dark Ages" um nur zwei zu nennen. Das Ganze bekommt auch durch die nicht künstlichen oder gar "prolligen" Chöre einen guten Kick, lediglich der Gesang könnte ab und an mehr Druck vertragen. Insgesamt haben Ra's Dawn eine formidable Leistung und eine deutliche Steigerung zum guten Debütalbum hingelegt!

Thorsten Dietrich

Metal-District.de 7,5/10

Metal-District.de 7,5/10

RA'S DAWN aus Koblenz dürften einigen Heavy Metal-Fans ein Begriff sein, und nun legt das Sextett mit „At The Gates Of Dawn“ sein zweites Studioalbum vor.

Dem recht gelungenen Intro „The Conjuration“ folgt mit „Scorched Earth War“ ein düsterer, eher unspektakulärer Metalstampfer; wirklich interessant gestaltet sich erst das klassisch gehaltene „Blinding Black“, welches durch leicht schwerfällig wirkende, aber dennoch eingängige Riffs und ein grandioses Finale punktet. „Osiris“ beschwört dann die dem Bandnamen korrespondierende Atmosphäre herauf, wobei die Vocals stellenweise sogar an NEVERMORE erinnern, und „In Dark Ages“ erhebt als epische Heavy/Power/Melodic Metal-Hymne Anspruch auf einen Platz unter den besten Titeln dieses Albums. Ordentlich schnell empfängt uns dann „Violation“ (Überflieger!), wohingegen bei „Winterstorm“ die etwas ruhigeren Töne die Oberhand gewinnen. „Twist Of Fate“ beginnt zwar seltsam elektronisch, verwandelt sich dann aber ziemlich bald in eine verlockende Halbballade. Abschließend entführt uns „The Dawn Of Ra“ auf bezaubernde Art in eine andere Zeit und beweist sich als heimlich-stille Granate. Und ein sehr gelungenes Outro wird auch noch draufgesetzt.


„At The Gates Of Dawn“ bewegt sich stets zwischen heiter und wolkig, mal absolut toll und mal nicht so mitreißend. Insgesamt muss man RA'S DAWN an dieser Stelle jedoch zu einem guten Album gratulieren, welches es wert ist, Gehör zu finden.


"Scales Of Judgement" - Reviews

Metal.de 8/10

Metal.de 8/10

Was macht die Ägyptologen von RA’S DAWN sympathischer als die Ägypten-Forscher NILE? Ganz klar: Während uns letztere mit zerfallenden Mumien und Schlangen auf ihren Covern behelligen, präsentieren uns die sechs Jungs aus Koblenz ein Paar Hupen mit Flügeln.
Ist doch schon wesentlich einladender!
Und gottlob sind die gefiederten Milchtüten nicht das Highlight der Platte.
Vielmehr haben die Herren ihre Stärken aus- und Schwächen gegenüber den Demos abgebaut.
Das bedeutet zunächst, dass die progressiven Elemente zugunsten der Eingängigkeit etwas in den Hintergrund getreten sind. Sicher blitzen hier und da noch immer einige DREAM THEATER-Reminiszenzen auf, doch die Ägyptenfans verzichten auf Schwanzvergleiche am Griffbrett und haben Auge und Ohr auf bestens funktionierende Songs gerichtet. Man beweist auf dem Labeldebüt eindrucksvoll, dass die Band nachhaltige Songs, die dennoch vielschichtig und abwechslungsreich daherkommen.

Zwar scheint auf den ersten Hör ein wirklicher Überhammer zu fehlen, auch wenn Songs wie der mit einem starken Chorus versehene Opener „Forever“ oder „Flame Of War“ schon verdammt nahe dran sind. Doch das Liedgut, das auch schon mal in Richtung FATES WARNING schielt, wächst mit jedem Durchlauf und dann wird auch völlig verschmalzten Ohren offenbar, dass hier ein echtes Kleinod vorliegt.
Die Songs sind konsequenter, ausgereifter und kommen schneller auf den Punkt als dies bei „Solar Force“ der Fall war; gerade diese Flurbereinigung unter Dudeldidö, Gniedelfiedel und Trallala hat der Scheibe mehr als gut getan. Wo man beim Demo immer ein paar Durststrecken zu bewältigen hatte, bevor es wieder richtig interessant wurde, fesselt auf „Scales Of Judgement“ jede Minute.
Auch Sänger Olaf Reimann konnte sich steigern, wirkt jetzt auch bei den Höhen sicherer und drückt der Mucke seinen unverkennbaren Stempel auf. Das ist mal kein typisches Power-Metal-Mir-Hat-Der-Köter-Die-Klöten-Abgebissen-Gejodel, sondern geht eher in Richtung Matt Barlow, auch wenn Reimanns Organ noch eine Spur eigenwilliger ist. Gerade er sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert.
Leider trägt die Produktion den technischen Fähigkeiten der Mucker nicht ganz die Rechnung, die man sich wünschen würde. Dazu knebelt sie die songdienlich bestens solierenden Klampfen an ein paar Punkten zu sehr und auch den Kicks fehlt allenthalben die rechte Durchschlagskraft, während die Vocals recht dominant aus den Boxen drücken.

Nichtsdestotrotz macht die Platte durch die Bank weg mächtig Spaß und auch die vom „Unveiling The Grotesque“-Demo übernommenen Songs „Terrified“ und gerade „The Masque Of The Red Death“ überzeugen. Vor allem letzterer hat richtig Atmosphäre und seine subtilen Spinettklänge passen bestens zur Thematik der allseits bekannten Poe-Shortstory.
Während „In Oceans Of Lies“ sogar ganz gut thrasht, hat man mit dem Power-Metal-Klopfer „Flame Of War“ einen feinen MAIDEN-Song parat, wie ihn STEEL PROPHET auch nicht besser hinbekommen. Zudem laden RA’S DAWN in dem Track zwischendurch zum Folk-lastigen Tanzkränzchen ein, das sich gewaschen hat.
Der stimmungsvolle Rausschmeißer „Exodus“ entführt dann klanglich wieder ins heiße Ägypten, hinterlässt ebenfalls mächtig Eindruck und beschließt die starke Platte mehr als würdig.
Nun, da können die Koblenzer Herrn Michael Bacher als Stamminserent beim RH ja ne Weile alleine lassen.
Bleibt diese Form bestehen, kann die Band mit ein, zwei Alben mehr zur (deutschen) (Prog-) Power-Metal-Elite mühelos aufschließen.

Punkte: 8/10
(Audaron / 19.11.2006)

Metal Hammer Magazin

Metal Hammer Magazin

"Bei Isis und Osiris! ... Die technisch versierten Musiker verschmelzen modernen Power Metal, klassischen Edelstahl und progressive Glanzstoffe zu einem ansehnlichen Schmuckstück, das mit der Zeit rapide an Wert gewinnt."

Manuel Liebler

Heavy Magazin

Heavy Magazin

"... Überraschend bodenständig und trotz alledem immens anspruchsvoll ... . Gemessen an dem was Monat für Monat an eher durchschnittlichen bis schlechten Alben veröffentlicht wird, haben sich RA`S DAWN jedenfalls `ne ordentliche (gute) Note verdient."

Peter Fischer

Rock Hard Magazin 7,5/10

Rock Hard Magazin 7,5/10

"Holla, was für eine Gitarrenarbeit! ...Erdiger Power Metal wird geboten, der gekonnt Europäisches mit Amerikanischem verbindet..."

Tobias Blum


"Unveiling The Grotesque" - Reviews

Heavy oder Was?! 9/10

Heavy oder Was?! 9/10

Die Metal-Szene in der Koblenzer Ecke lebt, kein Zweifel. Nachdem DESASTER in der Brutalo-Ecke sowie METAL INQUISITOR beim Traditionsvolk bereits mächtig für Furore sorgten, werden nun auch die Fans von leicht progressivem Power Metal gut bedient. RA?S DAWN bringen auf ihrer zweiten Eigenpressung erstaunlich ausgereifte Songs mit reichlich Power und Finesse rüber. Man merkt den Kompositionen jederzeit an, daß sich die Truppe mit Hingabe der Liebe zum Detail widmet und Tracks wie "The Fall Of The House Of Usher" oder das überragende "The Masque Of The Red Death" ohne Probleme auch strengeren Maßstäben standhalten können. Interessantes Futter für die angesprochene Fangemeinde also, den Namen RA'S DAWN sollte man sich merken! Das gut produzierte und amtlich aufgemachte Teil gibt es für apokalyptische 7 Euro inclusive allem Postgedöhns bei: Thorsten Dietrich, Vordere Rainstr.4, 56253 Treis-Karden

Arno Hofmann

Metal.de 7/10

Metal.de 7/10

Die Koblenzer Prog Metaller RA'S DAWN schieben mit "Unveiling The Grotesque" bereits das zweite heiße Eisen nach und dürften wieder einmal die deutsche Metalgemeinde erfreuen. Von abgefahrenen, messerscharf gespielten Riffs bis hinzu sanften Akkustikgezupfe bieten sie die ganze Palette des Power/Prog Metals, legen dabei aber hohen Wert auf gute Songs und weniger auf Selbstprofilierung. Man kann mit gutem Gewissen behaupten, dass RA'S DAWN sich keinen Ausfaller geleistet haben und auf einem konstant hohem Niveau abwechslungsreiche Songs geschrieben haben, wobei diesmal nicht das Alte Ägypten thematisch zum Zuge kam, sondern Edgar Allen Poe. Dennoch, die orientalischen Einflüsse sind immer noch Teil – und dies überaus positiv – ihres Sounds. Eingängige Melodien wie in 'All that is left (in Pain)' fesseln genauso wie die harten Stakkatoriff in 'Terrfied', das von seinem dramaturgischen Aufbau gerade an die alten MAIDEN Klassiker erinnert, ohne RA'S DAWN in die selbe Schublade stecken zu wollen. Beeindruckend ist wie auch schon beim Debüt "Solar Force" Sänger Olaf Reimann, der den Songs seinem Stempel aufdrückt. Kraftvoll, melodisch und sicher singt er die Songs nach vorne. Nur bei den Höhen könnte er noch mehr rausholen, denn die wollen manchmal nicht so ganz. Von RA'S DAWN können wir sicherlich noch viel in Zukunft erwarten, denn wer solch schöne Songs wie 'The Fall of the House of Usher' schreibt, muss sich einfach durchsetzen. Neben den regulären Tracks gibt es noch zwei Bonus Tracks, die nicht ganz die gleiche (Sound)Qualität aufweisen. Während 'Speak to the Dead' ein fettes Thrashbrett auspackt, allerdings nicht vollends überzeugt, ist das Instrumental 'Passage to the Moon" noch mal eine wirkliche Perle.

Punkte: 7/10
(Metal_inc / 29.12.2004)



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